1. Herren: Verdiente Niederlage nach katastrophaler Leistung im Bezirkspokalfinale

Oberliga-Meister SG Ratingen/Düsseldorf fügt Rumelner Volleyballern erste Saisonniederlage zu.

Und es geht doch: nach ungeschlagen überstandener Saison hat die erste Mannschaft des RTV am Freitagabend verloren. Im Betzirkspokalfinale beim Oberligameister SG Ratingen/Düsseldorf unterlag man mit 3:2.

Ohne Mannschaftskapitän und Hauptangreifer Nils Lieber begann die Mannschaft das Spiel halbherzig und ohne große Gegenwehr. Die Ratinger hingegen agierten so, wie es von unterklassigen Mannschaften im Pokalwettbewerben bekannt ist: mit viel Druck und großem Kampfgeist.
Folglich gewannen die Ratinger den ersten Satz deutlich.

Im zweiten und dritten Satz spielte der RTV zwar weiterhin deutlich unter Normalform, konnte aber zumindest die Eigenfehlerzahl reduzieren und beide Sätze für sich entscheiden.
Der vierte Satz gestaltete sich ähnlich wie der erste Satz, die Rumelner Annahme wackelte unter den starken Ratinger Aufschlägen bedenklich.
Vielleicht auch eine Folge des ungewohnten molten-Spielballs und dem Schlendrian, der in der letzten Trainingswoche nach dem offiziellen Saisonende beim RTV eingekehrt ist.
Auch den stark aufspielenden Ratinger Diagonalspieler bekamen die Rumelner nicht in den Griff. Hier fehlte auf Rumelner Seite der Gegenpart Nils Lieber für die wichtigen Punkte deutlich.

Im fünften Satz sah zu Beginn alles nach einem Ratinger Erfolg aus. Die RTVler konnten sich aber nach 6:10-Rückstand nochmals aufbäumen und sich bei 14:11 drei Matchbälle erspielen. Die große Chance, die schlechte Leistung mit einem Sieg vergessen zu lassen wurde aber vergeben und die Ratinger gewannen -letztendlich verdient.

Vielleicht war das für die Rumelner eine Niederlage zur rechten Zeit. Ein kleiner Warnschuss, um den in den letzten Wochen verloren gegangenen Ehrgeiz wiederzugewinnen und die Kräfte für die anstehende Relegation zu bündeln.

Aufstiegsturnier zur 2. Bundesliga findet in Duisburg statt!

Die Regionalliga-Herren hätten die Saison 2010/2011 kaum besser abschließen können: mit nur 6 verlorenen Sätzen haben sie die Liga souverän angeführt.
Der Aufstieg ist damit aber noch nicht in trockenen Tüchern. In einem Turnier der Tabellenersten der vier Regionalligen muss die Gieß-Truppe mindestens Zweiter werden.

Aber auch hier sind die Vorzeichen gut: Der Rumelner TV wird dieses Turnier ausrichten.. Vom 13. bis 15. Mai 2011 tritt jeder gegen jeden an.

Schade ist freilich, dass die Turnhalle des AEGs dafür nicht zur Verfügung steht. Es ist jedoch gelungen, die OSC-Halle am Freitag und Sonntag zu buchen. Am Samstag steht die Turnhalle Pappenstraße zur Verfügung

U16w: 25:0 Sieg! (:

Die Saison der U16 Mädels verlief bisher sehr erfolgreich. Sie gewannen jedes Spiel deutlich, nur gegen den Tabellenführer Moerser SC wurde es schwer und zum Schluss knapp verloren. Bis jetzt steht das Team auf einem guten 2. Platz der Tabelle. In zwei Wochen werden wir erneut gegen den Tabellenführer antreten und hoffentlich gewinnen
Das Heimspiel letzten Samstag war ein besonderer Erfolg für die Mädchen, denn sie gewannen den ersten Satz gegen SV Veert mit 25:0! Sophia brachte problemlos 25 perfekte Aufschläge ins gegnerische Feld, wovon mindestens 20 direkte Punkte waren. Zum Schluss wurde es besonders spannend, denn der letzte Aufschlag wurde ein Netzroller. Danach war die Freude groß und nachdem der 2. Satz aufgrund einer kleinen Verletzung bei den Gegnern abgebrochen werden musste, feierten die Rumelnerinnen lautstark in der Halle. Auch das Spiel gegen TSV Weeze gewann der RTV.
Auch wenn ich bisher nur bei dem Heimspiel als Trainerin dabei sein konnte, weil ich selber Spiele hatte und die Mädchen sich deswegen auch schon einige Sprüche der Gegner anhören mussten, haben sie eine sehr starke Saison gespielt und ich bin super stolz auf sie.

Muriel Lensing

Herren 2: Doppelter Einsatz am letzten Wochenende – Saison damit vorbei

Weil Rumelns 1. Herren nicht unvollzählig zum Saisonhöhepunkt nach Münster fahren wollten, verzichtete Herren 2 auf seinen Mittelblocker Andre Engel. Die „Zweite“ fuhr dafür nur mit
6 Spielern und Trainer nach Bedburg-Hau. Im letzten Spiel der Saison ging es für Rumelns junge Hüpfer nur noch um die goldene Ananas. Dennoch sollte das Spiel nicht einfach abgeschenkt werden.

Im ersten Satz spielte der RTV überzeugend auf, gute Annahme, sauberes und variables Zuspiel und Angreifer, die den Abschluss suchten. Bis zum Stand von 22 : 13 für Rumeln lief die Sache rund und Trainer Roland Matzke erfreute sich an dem schönen Spiel seiner Jungs. Keiner weis warum, aber hiernach war es nur noch ein Grauen!

Demotiviert, kein Engagement, keine Bewegung, Fehler über Fehler, alles in allem Furchtbar. Zum Glück konnte das Team den 1. Satz noch ins Ziel retten 28 : 26. Die Sätze 2 und 3 gingen mit 22:25 und 23:25 verloren. Im vierten Satz ging es abermals in die Verlängerung, in der Bedburg-Hau mit 26:28 den Satz gewann. Rumeln war wieder einmal nicht in der Lage die
Schwächen des Gegners, die an diesem Tag in großen Umfang vorhanden waren in einen Sieg umzuwandeln. Im Gegensatz zum starken Sieg gegen den Tabellenführer und Aufsteiger in die Landesliga, VT Kempen, vor wenigen Wochen, war das Spiel einfach unterirdisch.

Wenn man bedenkt wie und gegen wen das Team in dieser Saison wieder einmal unnötig verloren hat, dann wäre erheblich mehr drin gewesen als der 5. Tabellenplatz.

Am Sonntag morgen folgte die Kür. Im Viertelfinale des Bezirkspokals spielte Rumeln 2 gegen den Oberligisten SG Ratingen. Die Sache ist schnell erzählt. Sonntag morgen, überstarker Gegner und Rumelner Jungs, die zum Teil die Hosen voll hatten. Das Ergebnis, wie erwartet 0 : 3 (-8, -13, -22). Erst im 3. Satz, als Ratingen 3 Gänge herunter schaltete, durfte Rumeln auch mal phasenweise mitspielen.

Saisonfazit: Sehr kleiner Kader mit einem Durchschnittsalter von 18,5 Jahren und trotzdem 5. Platz. Das klingt auf ersten Blick gut. Darauf lässt sich aufbauen. Es gibt aber sehr, sehr viel zu tun, damit evtl. in der nächsten Saison ein besseres Ergebnis heraus kommt. Hoffentlich kann bald die TH Albert-Einstein-Gymnasium wieder zum Training genutzt werden, weil die augenblicklichen Trainingsbedingungen suboptimal sind.

Senioren III (Ü47) erreicht den 3. Platz bei der Westdeutschen

v.l.n.r., obere Reihe: Dirk Wadewitz, Tom Fatheuer, Gregor Leigraf, Andreas Lehmann, Jochen Berndt, unten: Hans-Dieter Gerriets, Marcus Osei, Uwe Harzheim, es fehlt: Coach Manfred Smaniotto

Zum zweiten Mal nach 2010 trat am Wochenende 26.2/27.3 wieder eine Senioren-Mannschaft der über 47-jährigen bei den Westdeutschen Meisterschaften an, die dieses Jahr vom VfL Telstar Bochum ausgerichtet wurden. Der erste Turniertag musste leider mit einem recht dünnen Spielerkader von 7 Akteuren bestritten werden, fehlten doch Helmut Will und Holger Heßelmann verletztungsbedingt sowie Roland Matzke durch Urlaub. Immerhin konnte Teammanager Hans-Dieter Gerriets sich über Gregor Leigraf als Neuzugang und Leistungsträger für den Rumelner Seniorenbereich freuen.

In der Vorrunde spielte das Team zum Auftakt gegen TuS Iserlohn, den man schon im vergangenen Jahr bei den WDM hatte schlagen können. Bis zur Satzmitte war das Spiel zwischen beiden Mannschaften ausgeglichen, zum Ende setzte sich das RTV-Team unter der Regie von Zuspieler Tom Fatheuer jedoch mit 25:18 durch. Der 2. Satz begann sehr verheißungsvoll, führte man doch schon 15:9, bevor man den Gegner durch Unkonzentriertheit auf 19:19 herankommen ließ. Eine spannende Endphase wurde schließlich durch zwei erfolgreiche Angriffe von Jochen Berndt über Position 2 zum 25:23 abgeschlossen.

Im zweiten Vorrundenspiel traf man auf den letztjährigen Halbfinalgegner, BFV 72 Münster, der sich im 1. Satz lange Zeit erfolgreich gegen die Angriffe der Rumelner Herren wehrte, so dass das Satzergebnis mit 25:23 entsprechend knapp ausfiel. Coach Manfred Smaniotto durfte aber dann entspannt den 2. Satz von der Seitenlinie verfolgen, gewann sein Team den Satz doch souverän mit 25:11. Damit war das Minimalziel, Halbfinalteilnahme, bereits vor dem letzten Gruppenspiel erreicht!

Die Auslosung wollte es so, dass die Rumelner Senioren – wie schon im Vorjahr – gegen den TV Menden antreten mussten. Leider konnte der RTV dieses Spiel nicht so erfolgreich gestalten wie noch bei den WDM 2010. Die Mendener Volleyballer, verstärkt um zwei Leistungsträger aus deren ehemaliger Ü41-Truppe, erspielten sich gleich zu Satzbeginn einen schnellen 5-Punkte-Vorsprung, den die Rumelner im Satzverlauf nicht mehr egalisieren konnten, Satz 1 ging dann auch mit 25:18 an den TV Menden. Die Rumelner bäumten sich im zweiten Durchgang gegen die drohende Niederlage auf und konnten das Spiel bis 11:11 ausgeglichen gestalten, verloren aber letztlich auch diesen Satz mit 25:19.

Durch diese Niederlage musste der RTV am zweiten Turniertag beim Überkreuzvergleich gegen den Erstplazierten der anderen Gruppe antreten. Damit traf man schon jetzt, und nicht wie letztes Jahr im Finale, auf den Dauerrivalen TV Düren. Die Dürener, immerhin mit einem 11-köpfigen Spielerkader angetreten, waren als Vorjahresmeister der klare Favorit, auch wenn, anders als am Vortag, die Rumelner Herren nun auf den Zuspieler Dirk Wadewitz zurück greifen konnten. Dirk war extra früher aus dem Urlaub zurückgekommen, um sein Team bei den wichtigen Spielen unterstützen zu können. Leider reichte es für die Rumelner Senioren auch dieses Mal nicht zu einem Sieg: Mit 17:25 und gar 14:25 unterlag man dem TV Düren und wurde dabei deutlich unter Wert geschlagen. Ballannahme und Feldverteidigung waren die ausschlaggebenden Spielelemente, in denen der Gegner in diesem Spiel klar überlegen war.

Im Spiel um Platz 3 gegen den SC Rot-Weiß Verne wurde deshalb das Team umgestellt und Marcus Osei als Libero eingesetzt. Diese Änderung erwies sich als sehr effektiv, durften doch die Mittelblocker „Atze“ Lehmann und Uwe Harzheim sich statt auf den hinteren Spielpositionen nun auf der Bank ausruhen , um dann als Vorderspieler umso kraftvoller zuschlagen zu können. So wurde nach einer leichten Schwächephase zu Satzbeginn (3:8), über Ausgleich bei 10:10, der Satz mit 25:19 gewonnen. Im zweiten Durchgang machte man es gleich besser, führte schnell mit 5 Punkten Vorsprung (12:7), ließ dann aber in der Konzentration nach und den Gegner auf 17:16 herankommen. Mit erfolgreichem Angriffspiel, aber auch viel Kampf in der Feldabwehr, wurde der gut spielende Gegner am Ende mit 25:20 bezwungen.

Fazit: Den Rumelner Senioren hat es, wie den „jüngeren“ Kollegen der Ü41 viel Spaß gemacht und man darf gespannt sein, in welcher Konstellation man im nächsten Jahr wieder antreten wird.