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Herren OL: deutlich und verdient!

Sonntagmorgen 11 Uhr ist früh, offensichtlich zu früh für die Oberliga Männer des Rumelner TV. Bei der deutlichen und verdienten 0:3 Niederlage bei Humann Essen IV war nicht mehr viel vom Einsatz und Spielwitz des ersten Spieltages zu sehen, fast durchgehend liefen die RTV-ler einem Rückstand hinterher und fanden keinen richtigen Zugriff zum Spiel.

Die Geschichte aller drei Sätze ist so schnell erzählt, wie sie verliefen. Die einzige Führung erspielten sich die Blauen nach durchwachsenem Beginn im ersten Durchgang bei 13:11, ab dem 16:17 ging es wieder mit einigen Punkten Abstand bis zum 20:25 hinterher. Es fehlte an allem so ein bisschen, der Pass oft einen Tick zu nah am Netz, der Block fand so gut wie gar nicht statt, die Angriffe nicht zwingend genug und eine Feldabwehr, die etwas schwerfällig wirkte.

Leider änderte sich das in den beiden Folgesätzen nur bedingt, Essen schien immer die etwas cleverere Antwort parat zu haben, nutzte den Block geschickt oder fand die Lücken im Abwehrsystem. Der RTV dagegen hatte zu wenig Durchschlagskraft, um die Humänner wirklich in Bedrängnis zu bringen. Lediglich Mitte des dritten Durchgangs wurde es bei den Duisburgern etwas besser, zumindest stimmt jetzt der Einsatz und auch die Abwehr wurde beweglicher, was zu einigen schönen langen Ballwechseln führte. Leider am Ende ob der an diesem Tag mangelhaften Angriffsstärke der RTV-ler mit besserem Ausgang für das Heimteam.

Mit 20:25, 18:25 und 17:25 eine deutliche und ernüchternde Niederlage. Das muss und wird besser werden, auch wenn schon im nächsten Spiel am 1.Oktober 2022 um 20:00 Uhr die Personaldecke nicht üppig sein wird. Mit dem Lüner SV kommt ein bisher siegloser Gast in das heimische Krupp-Gymnasium und die West-Duisburger laden alle ein, lautstark daran mitzuwirken, dass das möglichst so bleibt! 😉

Herren OL: erster Spieltag, erste Punkte!

Es war eine durchwachsene Saisonvorbereitung für die jetzt wieder als Rumelner TV antretenden Männer des Oberligateams gewesen. Zu dem nicht gerade üppig besetzten Kader kamen Urlaube, leider auch Langzeitausfälle und andere Gründe, warum es im Training nicht immer so richtig voll in der Halle war. Wenig Zeit um eine wirkliche gute Abstimmung mit den vier Neuen im Team hinzubekommen. Als dann aber am Samstag im Spiel gegen die Solingen Volleys alle das neue, RTV-blaue Trikot überzogen, schien das über weite Phasen überhaupt kein Problem mehr zu sein.

Der Einstieg ins Spiel vielversprechend, gute Stimmung und sehr aufmerksame Spieler, die ersten Punkte für den RTV. Dann aber direkt innerhalb weniger Minuten drei Entscheidungen des Schiedsgerichtes zu Ungunsten der RTV-ler, die sogar beide Teams, inklusive der Zuschauer, komplett anders gesehen hatten. Das brachte Unruhe rein, die Entscheidungen der Unparteiischen sollten dann leider an diesem Abend für beide Teams zum Dauerthema werden. 5:9 die Folge der Hektik. Erst allmählich bekamen die Blauen wieder die Kurve, spielten nicht spektakulär, aber sicherer und zogen Punkt für Punkt davon. Wichtig dabei: alle Mannschaftsteile funktionierten,  guter Pass, variables Zuspiel und druckvoller Angriff über alle Positionen, die Block-Abwehr Staffelung stand ebenfalls des Öfteren gut. 25:18 der deutliche Satzgewinn.

Der zweite Durchgang ausgeglichener. Etwas weniger Druck im Angriff des Heimteams gab Solingen immer wieder die Chance, Bälle abzuwehren und selber aktiv zu werden. Fast durchgehend Gleichstand, kein Team schaffte es mehr als zwei Punkte Vorsprung herauszuspielen. Im Spiel der Duisburger fehlte so ein wenig die letzte Präzision, nicht wirklich schlecht, aber eben ein paar Prozent zu wenig. Insbesondere der Pass aus Annahme- und Dankesituationen stand nicht mehr so, dass alle Angriffspositionen gleich gut bedient werden konnten. Den Endphasen-Krimi verloren die Rumelner dann leider 27:29 mehr als unnötig.

Satz drei dann ein kurzes Vergnügen für die einen, weniger erfreulich für die anderen. Stimmung, Präzision, Spielwitz und Einsatz bei den Blauen perfekt, 25:14 der deutliche Satzgewinn für die RTV-ler.

Das sollte doch Auftrieb für den vierten Abschnitt geben und die Vorentscheidung sein. Schon der zweite „hätte“ ja eigentlich gewonnen  werden können. Dachten alle, dachten wohl auch die Spieler des RTV. Denn jetzt war es leider wieder so ähnlich wie im zweiten Durchgang, nur lief das Heimteam recht schnell einem 2-3 Punkte Rückstand hinterher. Und auch die Gründe kann man im zweiten Satz nachlesen, nicht wirklich schlecht, aber nicht druckvoll und konzentriert genug, um Solingen dauerhaft in Bedrängnis zu bringen. 22:25 der Satzausgleich für Solingen die Folge, der Tie-Break musste her.

Hier aber zeigte das Heimteam schnell, wer an diesem Tag zwei der drei Punkte behalten wollte. Beim Seitenwechsel mit 8:3 schon deutlich vorne, drehten die RTV-Männer dann noch mal richtig auf und ließen Solingen keine Chance mehr. Der Widerstand war gebrochen, 15:7 und die ersten zwei Punkte der neuen Saison im Sack.

Ein gutes Spiel des RTV, von Stimmung und Einsatz auf dem Feld über volle fünf Sätze sicher eines der besseren dieser Truppe in den letzten Jahren. Die Blauen waren auch bei Rückständen konstant positiv, steckten nach und nach auch oft fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsgerichtes besser weg (wobei hier klar gesagt werden muss, dass die Zahl der diskutierten Pfiffe gefühlt für beide Teams gleich hoch waren) und zeigten sich als wirkliches Team. Diesen Spirit werden die Rumelner im Verlaufe der Saison sicher dauerhaft benötigen. Die Liga scheint ausgeglichen, der erste Spieltag brachte nur 3:2 Endergebnisse. Wenn es gelingt, die sicher durch die zahlreichen Abgänge verlorene Spielstärke durch mehr Variabilität und gute Stimmung auf dem Feld zu kompensieren, dann sollte die Mission „Klasse halten“ erfolgreich erreicht werden können. Wer Lust hat, das mit seinen Anfeuerungen zu unterstützen: am nächsten Sonntag, 25.9.2022  geht es gegen Humann Essen IV (11 Uhr, Gymnasium Wolfkuhle) und am übernächsten Samstag, 1.10.2022 geht es im heimischen Krupp Gymnasium gegen den Lüner SV um die nächsten Punkte!

männl. Jugend: Krönender Abschluss: Auch die U13 wird Westdeutscher Meister!

Als letzte Altersklasse spielte am vergangenen Wochenende die U13 ihre Westdeutschen Meisterschaften aus. In dieser Altersklasse wird auf einem 6*6 Meter großen Feld 3 gegen 3 gespielt. Der Rumelner TV reiste mit Ilias Avdagic, Julius und Moritz Clouth, Fynn Duemont, Jonathan Fischer, Magnus Kindermann und Til Piskun nach Düren und wollte nach der überraschenden Bronzemedaille bei der U14 Meisterschaft vor drei Wochen nun auch in der eigenen Altersklasse eine Medaille gewinnen. Da es für diesen Jahrgang coronabedingt die ersten Meisterschaften im Jahrgang 2010 waren, war eine Einschätzung der Konkurrenz vorher nicht ganz einfach, dennoch waren die Rumelner mit der souveränen Meisterschaft in der Oberliga zum Favoritenkreis zu zählen.

Die Gruppenphase begann mit einem Spiel gegen Humann Essen II. Gegen diese Mannschaft hatte man in der Oberliga zwar bereits zwei Mal gewonnen, sich dabei aber auch schwer getan. So begannen die Rumelner Jungs auch nervös, die Humänner hielten gut dagegen. Viele Aufschlagfehler auf beiden Seiten und noch fehlende Präzision im Spielaufbau prägten das Bild. Es entwickelten sich dennoch einige lange, ansehnliche Ballwechsel und der RV konnte sich Mitte des Satzes langsam absetzen. Der knappe Vorsprung wurde zum 25:21 ins Ziel gebracht. Dass dies zugleich das knappste Satzergebnis des gesamten Turniers sein würde, war noch nicht absehbar.

Die U13 des Rumelner TV gut gelaunt bei den Westdeutschen Meisterschaften in Düren

Im zweiten Satz waren die RTVler bereits spürbar befreiter, der zu diesem Satz eingewechselte Til Piskun brachte spurbar mehr Agilität aufs Feld. Die Präzision nahm zu und damit auch der Angriffsdruck, dem der Gegner nun nicht mehr gewachsen war. Mit einem schönen kurzen Diagonalball beendete der ebenfalls eingewechselte Moritz Clouth den zweiten Satz zum ungefährdeten 25:15.

Da anschließend die Rhein-Sieg Volleys knapp mit 2:1 gegen Humann Essen II gewannen, war der RTV bereits für das Viertelfinale qualifiziert und im abschließenden Spiele gegen die Rhein-Sieg-Volleys ging es um den Gruppensieg. Mit zwei großgewachsenen Spielern erzeugte der RSV von Beginn an sehr viel Druck im Angriff, war aber in der eigenen Feldverteidigung verwundbar. Nach ausgeglichenem Beginn nutzten die Rumelner diese Lücken immer häufiger und gewannen ungefährdet 25:16 und 25:14. Im zweiten Satz hatten dabei Julius Clouth und Ilias Avdagic ihren ersten Turniereinsatz und machten ihre Sachen sehr gut.

Wie bereits in der Gruppenphase hatten die Rumelner auch im Viertelfinale kein Losglück. Von den möglichen drei Losen (der eigene Gruppenzweite kann nicht zugelost werden) erwischte man mit Humann Essen das sportlich schwierigste Los. Die Spieler selber freuten sich jedoch über das Los, da auch Humann Essen I in der Oberliga-Phase bereits zweimal geschlagen wurde. Entsprechend selbstbewusst starteten die Rumelner in ihr Viertelfinale. Die Aufschläge saßen, der Spielaufbau lief präzise und im Angriff wurde variantenreich gepunktet. Die Essener wurden völlig überfahren und machten ihrerseits ungewöhnlich viele Eigenfehler. Ein schnelles 25:11 war die Folge. Im zweiten Satz dann ein anderes Bild. Bei Rumeln schlichen sich einzelne Fehler in die Aktionen, Essen ließ diese weg. Somit entwickelte sich ein enger Schlagabtausch. Als es in die entscheidende Phase ging, konnte der RTV jedoch zulegen und mit dem 25:20 den umjubelten Halbfinaleinzug sicherstellen.

Nach einem gemeinsamen Abend in einem schönen Dürener Hotel ging es am Sonntag Morgen um die Medaillen. Gegner im Halbfinale war der Meckenheimer SV, der sich ähnlich souverän ins Halbfinale gespielt hatte wie der RTV.

Wie bereits am Samstag begannen die Rumelner höchst nervös mit vielen Aufschlagfehlern und einigen leichten Fehlern im Aufbauspiel. Da die Meckenheimer jedoch auch noch nicht zu ihrem Spiel fanden, lagen die Rumelner zur Satzmitte lediglich mit 11:12 zurück. Und als hätte jemand einen Schalter umgelegt spielten die jüngsten Rumelner von nun an fast fehlerfrei, suchten und fanden die Lücken im Meckenheimer Feld, schlugen druckvoll auf und ließen fast gar keinen Angriff des Gegners mehr auf den eigenen Boden fallen. Trotz eifriger Gegenwehr der Meckenheimer gewann Rumeln Satz 1 mit 25:17. Und nach dem Seitenwechsel ging es genau so weiter. Fehlerfrei im Spielaufbau, im Aufschlag wurde das ausgemachte Aufschlagziel ein ums andere Mal getroffen und die Angriffe des Gegners wurden gut verteidigt. Blitzschnell stand des 12:4 und es war klar, wer ins Finale einziehen würde. Durch viele Spielerwechsel auf beiden Seiten kam gegen Ende des Satzes der Spielfluss etwas abhanden, am äußerst souveränen 25:13 konnte das aber nichts mehr ändern.

Im Finale kam es nun zu einer Neuauflage des Endspiels der U16 vor acht Wochen gegen TuB Bocholt. Auch gegen Bocholt hatte die U13 bereits in der Oberliga gespielt, konnte dort jedoch nur hauchdünn mit 15:13 im dritten Satz gewinnen und musste dort einen von nur drei Satzverlusten der gesamten Saison hinnehmen.

Anders als noch im Halbfinale begann der RTV das Finale aggressiv und konzentriert, die Hoheit auf der Tribüne gehörte zudem ebenfalls den Blau-Weißen. Jonathan Fischer begann die Partie am Aufschlag direkt mit einem Ass und einem Servicewinner. Als danach ein Bocholter Spieler die erste erfolgreiche Annahme des Gegners mit einem für diese Altersklasse bemerkenswert harten Angriffsschlag veredelte, deutete sich ein Finale auf Augenhöhe an. Doch weit gefehlt. Die drei Rumelner mit Fynn Duemont, Jonathan Fischer und Magnus Kindermann legten sofort noch eine Schüppe drauf und führten kurz später bereits mit 8:2. Alle drei standen auch gegen sehr gute Bocholter Aufschläge stabil in der Annahme, Magnus Kindermann übernahm immer öfter die Rolle des Regisseurs und während Fynn Duemont mit eindrucksvollen Angriffsschlägen punktete, setzte Jonathan Fischer mit viel Übersicht gekonnte Finten ins generische Feld. Die Führung wuchs und Rumeln gewann den ersten Satz deutlich mit 25:13.

Wie so oft im Volleyball folgt auf einen überdeutlichen Satzgewinn ein kleiner Knick im Spiel des Gewinners. So war es auch bei der U13 des RTV zu Beginn des zweiten Satzes. Zwar wurde weiterhin dominant agiert, es schlichen sich vom Start weg aber kleinere Unkonzentriertheiten ein, die den Gegner stärker machten und den Spielstand bis Mitte des Satzes knapp hielt. Bei 14:13 reagierte das Trainerduo Jonas Gerzar / Frank Fischer mit einer Auszeit und erinnerte die Spieler an Ihre Stärken. Diese konnte das Besprochene bemerkenswerter Weise unmittelbar in die Tat umsetzen und kurz später stand es 18:13. Die nächsten Minuten waren bereits von Feierlaune geprägt, Bocholt hatte resigniert und Rumeln spielte die Führung locker runter. Am Ende war es Jonathan Fischer vorbehalten mit einem Sprungaufschlag zum 25:17 zu punkten und die Jubelstürme auf dem Feld und der Tribüne auszulösen.

Siegerehrung und die Rumelner ganz oben mit dabei 😉

Damit nahm eine bemerkenswerte Saison für den männlichen Jugendbereich des Rumelner TV ihr goldenes Ende. Mit insgesamt zwei Gold-, einer Silber-,einer Bronzemedaille und einem 4.Platz bei den NRW-Meisterschaften sowie dem 9.Platz der U16 bei der DM ist der RTV im männlichen Bereich nach dem VV Humann Essen die zweit erfolgreichste Mannschaft in NRW.

die tolle Ausbeute der Rumelner Jugendteams bei Westdeutschen Meisterschaften

Bericht: F. Fischer

Westdeutsche Meisterschaften der männlichen U14: RTV holt Bronze!

Am vergangenen Wochenende fanden in Erkelenz die Westdeutschen Meisterschaften der männlichen U14 statt. Der RTV hatte sich mit einem auch für diese Altersklasse sehr jungen Team überraschend als Gruppenkopf qualifiziert. Im 7er Kader (in der U14 wird 4 gegen 4 gespielt) stand mit Paul Oheim nur ein Spieler des Jahrgangs 2009, während Julius Clouth, Moritz Clouth, Fynn Duemont, Jonathan Fischer und Magnus Kindermann als 2010er noch U13 und Til Piskun als 2011er sogar noch U12 spielen dürfen.

gute gelaunt und erfolgreich, die U14 des RTV

In der Vorrundengruppe hatte man mit dem als Ausrichter qualifizierten Erkelenzer VV ein gutes Auftaktlos gezogen. Beim 25:8 und 25:13 wurde der Rumelner Nachwuchs nicht gefordert, alle Spieler bekamen erste Einsatzzeiten und konnten so die Anfangsnervosität ablegen.

Dass dies nicht ganz gelungen war, zeigt sich dann im zweiten Gruppenspiel gegen die SG Sendenhorst. Rumeln erzeugt wenig Aufschlagdruck bei vielen Aufschlagfehlern, so dass ein sehr quirliger Gegner ab Mitte des ersten Satzes davonziehen konnte und diesen mit 25:18 gewann. Zum ersten Mal im Turnier standen die jungen Spieler des RTV unter Druck und meisterten diese Situation bravourös. Mit Beginn des zweiten Satzes kamen die Aufschläge, im Spielaufbau wurde genauer und im Angriff variabler agiert und der Gegner so dauerhaft gefordert. Mit 25:12 und 15:8 setzte sich der RTV verdient 2:1 durch und vermied damit im Viertelfinale eine Paarung gegen einen Sieger der anderen Gruppen. Zugelost wurde mit dem TuB Bocholt ein Gruppenzweiter.

Dieser erwies sich als mindestens gleichwertig. Die Bocholter Jungs waren körperlich aufgrund Ihres durchweg aus 2009er Spielern bestehenden Kaders überlegen und konnten so insbesondere am Netz immer wieder die Rumelner ausstechen. Diese hielten mit mannschaftlicher Geschlossenheit dagegen und verteidigten ihr Feld mit großem Kampfgeist. Dazu Spielwitz im Angriff sowie weiterhin gute Aufschläge führten zu einem relativ ungefährdeten Satzgewinn mit 25:19. Im zweiten Satz jedoch setzte sich Bocholt immer häufiger im Angriff durch und konnte die Rumelner Angriffsversuche seinerseits immer besser verteidigen. Nach einem überdeutlichen Rückstand konnten die eingewechselten Paul Oheim und Julius Clouth dazu beitragen, dass es am Ende mit 18:25 enger wurde, als es lange Zeit aussah.
Den Schwung aus der Schlussphase des zweiten Satzes konnte der RTV allerdings nicht mit in den dritten Satz nehmen. Bei 4:8 wurden die Seiten gewechselt und als kurz danach auch noch Til Piskun nach einer Kollision mit einem Mitspieler blutend ausgewechselt werden musste, sah es nach einer Niederlage für den RTV aus. Doch der eingewechselte Moritz Clouth füllte die Lücke sofort sehr gut aus und die junge Truppe nutzte einsetzende Siegesgewissheit der Bocholter ab 6:11 aus und konnte kurz später auf 11:11 ausgleichen. Nun entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, in dem die Bocholter nervöser wirkten als die jüngeren Rumelner. Rumeln hatte den ersten Matchball bei 14:13, dann wechselte die Führung und Bocholt hatte Matchball bei 16:15. Dieser wurde souverän abgewehrt und bei 17:16 setzte ein Block von Fynn Duemont den vermeintlichen Schlusspunkt. Der Schiedsrichter bewertete die Szene jedoch anders und es stand 17:17. Erneut behielten die Rumelner erstaunlich stabil die Nerven und erspielten sich über Jonathan Fischer in Annahme und Angriff bei einem präzisen Zuspiel von Magnus Kindermann ihren dritten Matchball. Dieser wurde genutzt und der Jubel über den sensationellen Halbfinaleinzug bei Spielern, Betreuern und den lautstarken Fans (Eltern) auf der Tribüne kannte keine Grenzen.

Im Halbfinale am Sonntag spielte dann eine reine U13 des RTV, da Paul Oheim leider nicht mehr teilnehmen konnte, gegen den großen Turnierfavoriten VV Humann Essen. Die Humänner bewiesen vom Start weg, warum sie Favorit für den Turniersieg waren und führten schnell 10:0. Danach legten die RTV-Jungs ihre Nervosität jedoch ab und hielten mit. Im ersten Satz reichte es somit immerhin noch zu 13 Punkten. Im zweiten Satz wehrten sich die Rumelner Jungs weiter tapfer gegen die Übermacht der Essener und hielten das Spiel ausgeglichen. Mitte des Satzes zog Humann dann leicht davon und brachte das 25:19 souverän und verdient ins Ziel. Die RTV-Jungs waren jedoch keineswegs enttäuscht, da sie nach dem Fehlstart eine hervorragende Leistung gebracht hatten und von allen Gegner der Humänner die meisten Punkte ergattern konnten.

Angestachelt vom guten Halbfinale gingen die RTVler ins kleine Finale um die Bronzemedaille gegen TVE Vogelsang. Es entwickelte sich ein umkämpftes und enges Spiel, bei dem sich keine der Mannschaften deutlich absetzen konnte. Vogelsang führte bis zur Satzmitte stets mit ein bis zwei Punkten, danach waren meist die Rumelner Jungs leicht vorne. Folgerichtig hatten diese dann auch bei 24:23 den ersten Satzball, bei dem Til Piskun eine tolle Abwehraktion zeigte, die exakt auf der Vogelsanger Grundlinie endete. Die Freude über die 1:0 Satzführung war groß, doch im zweiten Satz ging es genauso weiter. Kein Team konnte sich absetzen, in der Satzmitte vergaben die Rumelner mehrere gute Chancen um die leichte Führung auszubauen, worauf Vogelsang auf 16:20 davonziehen konnte. Der RTV kämpfte sich jedoch wieder heran und führte seinerseits 23:22, zwei Aufschlagwinner der Vogelsanger beendeten jedoch den Satz zum 23:25. Auch in Satz 3 startete Vogelsang zunächst dominant, wie aber auch in den engen Phasen zuvor gegen Sendenhorst und Bocholt ließen sich die Jungs vom RTV davon nicht herunterziehen, sondern hielten dagegen und konnten aus einem 2:5 bis zum Seitenwechsel ein 8:5 erspielen. Nach dem Seitenwechsel geschah etwas für diese Altersklasse extrem ungewöhnliches, denn ohne einen Aufschlagfehler setzte sich zehn Mal in Folge die annehmende Mannschaft durch. So konnten die RTV-Jungs die 8:5-Führung im Stile einer routinierten Mannschaft auf 13:10 transportieren. Nun kam die große Stunde von Julius Clouth, der von der Ersatzbank kommend direkt mit einem Servicewinner auf 14:10 und damit Matchball stellte. Ein weiterer starker Aufschlag führte zu einem Dankeball des Gegners, den Fynn Duemont letztlich mit einem Angriff zum 15:10 nutzte und damit den Sieg und die Bronzemedaille sicherte. In einem Wettbewerb gegen überwiegend ein Jahr ältere Spieler kam diese Medaille einer Riesenüberraschung gleich. Insbesondere der Teamgeist und die Ruhe in engen Spielphasen waren dabei eine reife Leistung.

Mit Ausnahme von Paul Oheim steht für alle Spieler in drei Wochen nun auch noch die U13 Meisterschaft an, bei der mit den Jüngsten des RTV bei einer ähnlich starken Leistung sicher zu rechnen sein wird.

Bronze für die jungen Wilden des RTV, ein toller Erfolg!

Bericht: F. Fischer