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Volleyballer „gehen“ online trainieren!

Aus der Not eine digitale Tugend machen, das dachten sich zumindest die Trainer der Rumelner Damen und der SG Duisburg Herren. Ab sofort gibt es für alle Volleyballer der Abteilung 2x pro Woche online-Fitness unter fachkundiger Anleitung. Dazu gibt es, für den, der möchte, eine dritte Einheit in Schriftform, quasi als persönliche „Wochenendhausaufgabe“. 😉
 
Für Spielerinnen und Spieler der ersten Mannschaften ist die Teilnahme Pflicht, alle anderen sind herzlich eingeladen, mitzumachen. Alle Infos und den jeweiligen Tageslink (montags und mittwochs) erhaltet Ihr bei Euren Trainern.
 
Der erste Durchgang mit 36 Mitstreitern war schon Klasse, aber da geht noch was. Bis zu 250 könnten sich einloggen, als auf ihr Volleyballer, haltet Euch fit, damit wir, wenn der Ball wieder rollt, ihn auch noch halbwegs elegant treffen 😉

Herren OL: schwere, aber erfolgreiche Geburt!

Wer als Zuschauer im Moment zu den SG-Volleyballern kommt, der wird selten enttäuscht. Die SG-ler können einfach nicht einfach. Auch beim Heimspiel gegen den Mitaufsteiger Würslener SV gab es in zwei Sätzen eine ähnliche Dramatik wie in der Woche zuvor, dieses Mal aber mit einem happy-end für die Blau-Roten.

Aktuell unerlässlich: Abstand halten, auch als SG Zuschauer!

Würselen hatte in der letzten Saison lange auf Tuchfühlung mit den Tabellenführern aus Duisburg gelegen und nur der coronabedingte Saisonabbruch machte für die Männer aus der Region Aachen eine Revanche für die deutliche 3:0 Niederlage des Hinspiels zunichte. Zusätzlich war der bisherige Saisonstart des SV mit nur einem Punkt aus drei Spielen alles andere als zufriedenstellend, entsprechend motiviert konnte man die Gäste erwarten.

Die Hausherren dagegen legten mal wieder etwas schläfrig los, wie in der letzten Woche stellte man sich zunächst als guter Gastgeber vor, und verschenkte ein paar Punkte. 2:5 der Zwischenstand, irgendwie nicht so richtig Zug im Spiel der Duisburger. Diesen Rückstand holten die SG-ler zwar dann schnell auf, im Folgenden konnten sie aber nicht wirklich Dominanz entwickeln. Würselen entfaltete im Angriff zwar sehr selten richtig Wucht, allein die Heimmannschaft machte nicht viel daraus. Das größte Manko waren dabei mal wieder die Angaben, allein hier sieben Fehler (zwei davon bei Satzball) und mindestens genauso viele zu unplatziert auf den sehr guten Libero der Gäste. Zum Glück stand der Pass für einen vernünftigen Spielaufbau und so ging es ein wenig hin und her, bis Würselen dann mit 17:21 deutlicher die Nase vorn hatte. Doch auch hier blieb die SG sich treu, offensichtlich brauchen die Spieler den Druck am Ende eines Durchgangs. Plötzlich waren mehr Ruhe und mehr Zug drin, die Angaben kamen, der Block packte zu, eine deutlich andere Körpersprache. Zwei Satzbälle wurden noch vergeben, der dritte wurde dann zum 28:26 genutzt. Wieder mal Krimi pur!

Im zweiten Abschnitt dann eine SG, wie man sie aus der letzten Saison kennt. Zunächst noch ausgeglichenes Spiel bis zum 10:10, dann übernahmen die Blau-Roten das Kommando. Kaum mehr Aufschlagfehler, weiterhin stabiler Pass und variables Zuspiel. Dazu eine gute Block-Abwehr Abstimmung, fast kein Ball ging mehr unberührt zu Boden. Die absolute Dominanz in dieser Phase lässt sich am besten mit dem Satzergebnis verdeutlichen: 25:13.

Für SG-Verhältnisse ein langweiliger Satz. Der Trainer mag so etwas, die Spieler offensichtlich nicht. Sie ließen im dritten Satz wieder so ein wenig nach, führten zwar ständig, aber eben nur mit ein oder zwei Punkten, nie wirklich beruhigend. Vor allem der Angriffsdruck ließ nach. Würselen hatte auch in den ersten beiden Sätzen schon mehrfach gezeigt, dass ihr Stärke in der Feldverteidigung liegt und konnte ein ums andere Mal die Angriffe der Duisburger entschärfen. Immerhin waren die Angriffe der Hausherren aber noch druckvoll genug, um den Gästen wenige Chancen zu einem geordneten Aufbau zu geben. Und so entwickelten sich jetzt extrem lange Ballwechsel mit positivem Ende mal hüben, mal drüben. Bei 17:17 waren die SV-ler dran, ab da gab es gefühlt immer einen Punkt hier, den nächsten da. Das war an Spannung nicht zu überbieten und ging bis zum 23:24, Satzball Würselen. Die SG wehrte ab, holte sich den ersten Matchball und mit einem weiteren langen und für diesen Satz symptomatischen Ballwechsel (siehe Video) machten die Duisburger mit 26:24 den Sack zum 3:0 dann doch zu.

Damit sind die ersten drei Spiele gespielt und mit 7 von 9 möglichen Punkten kann die SG-Truppe sehr zufrieden sein. Hätte man in der Vorwoche beim Spiel gegen Moers etwas cleverer und glücklicher agiert, wäre sogar deutlich mehr drin gewesen. Aber auch so ist das ein klasse und verheißungsvoller Start der sich im dritten Tabellenplatz widerspiegelt. Jetzt sind erst mal drei Wochen Pause, bevor es dann am 31.10.2020 ab 20:00 Uhr in Krefeld zum nächsten Derby gegen die alten Bekannten des Verberger TV geht. Auch hier wollen die Duisburger punkten und sich möglichst weiter im oberen Tabellendrittel festsetzen. 😉

Herren SG LL: 2 Punkte gewonnen!

Mit Kaarst kam ein unbekannter Gegner in die Heimhalle. Und vom Tabellenstand her hatte sich Duisburg einiges versprochen, konnte man doch deutlich den dritten Platz festigen. Aber wieder standen vor allem auf Mitte nicht alle Spieler zur Verfügung und es kam alles anders.

Im ersten Satz kam Duisburg überhaupt nicht ins Spiel. Annahmefehler, wenig Druck und viele direkte Fehler verunsicherten das junge Team sichtlich.

Im zweiten Durchgang wurde es dann etwas besser und in der Endphase konnte die SG vor allem im Angriff glänzen und den Ausgleich nach Sätzen erreichen.

Aber die starke Abwehr von Kaarst und die vielen Eigenfehler hatten eine weitere Satzniederlage zur Folge. Die SG war eigentlich sichtbar  angeschlagen.

Nun wurde es laut in der Wechselpause. Man wollte zumindest nochmal als Team auftreten, und das gelang. Die Partie wurde nun endlich hochklassiger, auf beiden Seiten nun starke Szenen. Duisburg bewies jetzt Nerven und Siegeswille und über diesen spannenden Satz ging es tatsächlich in den Tiebreak.

Hier blieb es hochklassig, allerdings wurde Kaarst jetzt zunehmend nervös. Das konnten die Rot-Blau über eine starke Phase gut nutzen, erkämpften sich eine kleine Führung und brachten diese zu einen glücklichen Sieg nach Hause.

Die Trainer sahen viele Höhen und Tiefen, aber das Entwicklungspotential der Mannschaft und personelle Alternativen lassen auf das vorläufige Ziel hoffen: den frühzeitigen Klassenerhalt!

Bericht: T. Kapturek

Herren OL: den Sack nicht zu gemacht!

Derbys sind immer etwas Besonderes, das wissen alle Beteiligten und spüren es auch deutlich im Vorfeld. Und wenn dann in Corona-Zeiten die Anzahl der Zuschauer noch begrenzt werden muss, dann planen sogar diese frühzeitig. Und so war die Halle am Kruppgymnasium schon eine Stunde vor Spielbeginn gut gefüllt, bis zum Anpfiff dann war die Obergrenze des Erlaubten erreicht und einige mussten sogar draußen bleiben.

Die, die es auf die verfügbaren Plätze geschafft hatten, wurden nicht enttäuscht! Mehr als zwei Stunden, jeder Satz hart umkämpft, unzählige und hitzige  Diskussionen über Schiedsrichterentscheidungen und am Ende 110:110 Punkte. Aber im letzten Satz eben die entscheidenden zwei mehr für die Gäste aus Moers.

Die SG kam schleppend ins Spiel, 0:4 der schnelle Rückstand. Wenig Angriffsdruck aus schlechtem Pass und ein guter Moerser Block in der Anfangsphase. Bei 7:7 erstmals Ausgleich, zumindest der Duisburger Block brachte sich mehrfach gewinnbringend ein. Moers aber weiter am Drücker, bei 9:12 wieder drei Punkte vor. Die SG kämpfte sich so langsam aber sicher in das Spiel rein. Die Pässe waren immer noch nicht brillant, aber nutzbar und das taten die Blau-Roten zunehmend. Bei 14:13 die erste Führung, vor allem dank guter Blockaktionen und erfolgreicher Angriffe über die Mitte. Zug um Zug bauten die Gastgeber diesen Vorsprung aus, mit 25:21 war der erste Durchgang gewonnen.

Ganz ähnliches Bild im zweiten Abschnitt. Moers legte vor, dieses mal sogar bis zum 7:14. Die SG kämpfte sich erneut rein, nutzte weiter hauptsächlich die Mitte zum Punktgewinn. Erst bei 19:19 sind die Gastgeber erstmals dran, bei 25:22 wird der zweite Satz eingetütet.

Satz drei dann noch mal der gleiche Verlauf, nur leider genau anders herum. Dieses Mal legte die SG vor, führte immer mit ein bis drei Punkten, Moers schaffte bei 10:10 und 15:15 maximal den Ausgleich. In dieser Phase profitierten beide Mannschaften mehr von den Fehlern der jeweils anderen und glänzten weniger durch eigene gelungene Aktionen. Die Blau-Roten leisteten sich zunehmend Fehlaufschläge, trotzdem sah es beim Zwischenstand von 22:18 schon so ein wenig nach einem glatten Dreisatzsieg aus. Und wieder war es weniger die Moerser Durchschlagskraft, sondern eher leichte Annahmefehler und vergebene Aufschlagschancen bei den Gastgebern, die doch noch zum Satzverlust von 24:26 führten.

Leider lieferte dieser Satz gleich mal die Blaupause für den vierten Durchgang. Duisburg legte vor, Moers blieb bis auf den Zwischenstand von 10:10 immer mit 2-3 Punkten Abstand dran. Die Aufschlagschwäche der SG blieb aber, der deutlich schlechte Pass leider auch. Bei 19:19 Moers erneut dran, bei 20:21 die erste Führung der Gäste und mit 22:25 war doch der Tiebreak notwendig geworden.

Der begann mal mit der schlechtesten aller Möglichkeiten. Die Duisburger fanden so gar nicht in die wichtigen ersten Minuten, ohne großen Aufwand zog der Gast auf 3:7 davon. Die Heimmannschaft blieb sich treu, kaum gute Pässe und einige Fehlangaben. Seitenwechsel bei 6:8, bei 8:12 schien das Spiel entschieden. Das sah dann bei 13:13 plötzlich wieder ganz anders aus, das 14:14 brachte sogar die Satzverlängerung. Mit dem knappsten aller Ergebnisse gaben die SG-Jungs mit 14:16 das Spiel mit 2:3 aus der Hand.

Schade war, dass dieses spielerisch nicht absolut hochklassige, aber jederzeit spannende Spiel immer so ein wenig unter den Entscheidungen des Schiedsgerichts litt. Hatten in den ersten Sätzen vornehmlich die Moerser große Probleme mit einigen in der Tat diskutablen Schiedsrichterentscheidungen, so haderten mit zunehmender Spieldauer mit gleicher Berechtigung die SG Jungs zunehmend mit dem Kampgericht. Das soll aber keine Entschuldigung für die knappste aller möglichen Niederlagen sein. Die Duisburger erwischten vor allem in ihren eigentlichen Paradedisziplinen Annahme und Angabe einen gebrauchten Tag und konnten so ihr Angriffswucht nie so richtig auf die Platte bringen. Moers ist sicher zu den Top-Teams der Liga zu zählen und die gute Nachricht ist, dass die SG da offensichtlich auf Augenhöhe mitspielen kann. Von daher ist die Truppe jetzt schon heiß auf das Rückspiel ;-)!

Schon nächsten Samstag (10.10.2020) bietet sich ab 18 Uhr die Gelegenheit zur Widergutmachung. Mit dem Würselener SV kommt der Mitaufsteiger und Hauptkonkurrent der letzten Saison nach Duisburg. Die Jungs aus der Städte-Region-Aachen brennen sicher auf die Revanche für die letzte 3:0 Niederlage in Duisburg, das Rückspiel fiel damals leider Corona zum Opfer. Das Match wird natürlich wieder unter besonderen Corona-Bedingungen stattfinden, auf Grund der gestiegenen Fallzahlen wird aktuell eine weitere Reduzierung der Zuschauer und eine notwendige Voranmeldung mit den Verantwortlichen diskutiert. Bitte also im Laufe der Woche die Ankündigung hier unbedingt weiter beachten!!

Herren LL: Sieg und Lehrgeld für die Zwote

Verletzte, Spätkommer und nur ein Trainer dabei. So waren die Vorzeichen gegen Budberg nicht optimal. Andererseits war aber mit Finn Schoppmeyer auch eine gute Verstärkung aus der Oberligamannschaft dabei.

Was dann kam ist schnell berichtet. Die Vorgabe, Budberg unter Druck zu halten, wurde weitestgehend umgesetzt und die SG konnte trotz  schlechter Startphase im zweiten Satz beide Sätze klar gewinnen.

Doch trotz warnender Worte kam im dritten Satz das, was kommen musste. Duisburg nicht mehr so konzentriert, mit vielen Eigenfehlern und im Verlauf sichtlich verunsichert. Parallel wurde Budberg aggressiver und gewann zunehmend an Selbstvertrauen. Die SG geriet deutlich mit 7 Bällen in Rückstand. Aber gerade rechtzeitig konnte Duisburg über eine Aufschlagserie und guter Blockarbeit nochmal zum 24:24 ausgleichen. Das Finale ging hin und her, konnte aber letztlich nicht gewonnen werden.

Der vierte Satz wurde aus Sicht der SG noch zerfahrener. Spätestens jetzt wurde klar, dass hier eigentlich gewechselt werden muss. Doch das war so auf Grund der Personaldecke nicht möglich und so war die junge Duisburger Mannschaft sehr mit sich selber beschäftigt und verlor deutlich.

Tiebreak! Hier geht es Kopf an Kopf los, aber in einer starken Sequenz kann Duisburg die entscheidenden Bälle mehr gewinnen und diesen Abstand zum Satzende retten. Sieg.

Trainer Torsten Kapturek resümiert: mit 3 starken Sätzen, aber auch Rückschlägen und taktischen Schwächen ist die Mannschaft gut in der Landesliga angekommen, muss aber in vielen Bereichen konstanter werden und ihren Mix aus Erfahrung und ausbaufähigen Spielern optimaler nutzen. Die nächsten Spiele werden eine Standortbestimmung, über welche Tabellenhälfte am Ende gesprochen wird.

Bericht: T. Kapturek