Herrenteam: 3 Punkte aber irgendwie doch nicht zufrieden!

Am vergangenen Sonntag ging es für die Rumelner Herren zum 3. Saisonspiel nach Baerl. Beim Betreten der Halle war das Erstaunen groß, fanden sich doch auf der anderen Seite des Netzes zwei alte Bekannte aus deutlich höherklassigen Rumelner Tagen wieder. Pascal Peters und Dirk Wadewitz winkten freundlich, letzterer hatte sogar zur Begrüßung extra ein altes Rumelner Aufwärmshirt herausgesucht.

Keine Ahnung, ob das junge Rumelner Team dadurch beeindruckt oder verunsichert war, zumindest begannen sie so. Fast ohne Gegenwehr und völlig kampflos ließen sie die Baerler bis auf 9:2 wegziehen. Doch dann, irgendein Schalter schien gefunden, kam Stimmung und Schwung ins Team, die Bank ging voll mit und über 11:11 ging es bis auf 20:13 davon. Gute und gezielte Angaben sowie druckvolle Angriffe brachten die Rumelner Überlegenheit, mit 25:21 wurde der Satz nach Hause geschaukelt.

Im 2. Satz dann ausgeglichenes Spiel, kein Team konnte sich wirklich absetzen. Dabei gab es teilweise sehenswerte, sehr lange Rallyes mit guten Abwehraktionen auf beiden Seiten genauso wie einfache Fehler. In der Schlussphase einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen und als Krönung beim Stand von 24:23 für Rumeln ohne Vorwarnung eine rote Karte für einen Rumelner Spieler wegen Meckerns (die Aussage war, zugegeben vehement und mehrfach „das war kein Touch“). Auf Nachfrage begründete die Schiedsrichterin dann später, es wäre allgemein zu viel gemeckert worden und es hätte ihr einfach gereicht. Verständliche, große Unruhe im Team, aber trotzdem setzten sich die Rumelner mit 26:24 durch.

Die Schiedsrichterin pfiff den Satz ab, man wechselte mit Sack und Pack die Bankseiten und, oh Wunder, wurde nach knapp einer Minute zurückgepfiffen. Die Baerler monierten, dass sie für die rote Karte keinen Punkt bekommen hätten, die Schiedsrichterin gab ihnen nachträglich recht und der zweite Satz wurde beim Stand von 24:24 und Angabe Baerl wieder aufgenommen. Was für ein Chaos!! Zum Glück konnten die Rumelner Jungs ihre verständliche Wut in Punkte umsetzen und den Satz trotz aller Widrigkeiten mit 27:25 zum zweiten Mal gewinnen. Kleine Anekdote am Rande: im Spielberichtsbogen ist für den 2. Satz nur eine Verwarnung (gelbe Karte) und das auch ohne Spielernummer eingetragen….

Trotz des gewonnen Satzes brachte dieses Chaos die Rumelner aus dem Tritt, die Stimmung und damit der Spielfluss war irgendwie raus. Eine mehrfache, deutliche Führung reichte nicht aus, der dritte Satz wurde mit 23:25 abgegeben.

Vor Beginn des vierten Durchgangs steckte das Team noch mal die Köpfe zusammen. Tenor: „wir wollen das Ding hier beenden und zwar so deutlich, dass die Schiedsrichter keinen Einfluss mehr nehmen können“! Und das taten die Jungs dann auch, zwar ohne viel Glanz und Gloria, aber doch deutlich mit 25:19 zum letztendlich hoch verdienten 3:1 Sieg und damit zu drei weiteren Punkten!

Als Fazit bleibt, dass dieses junge Team sicher schon jetzt über gute Einzelspieler verfügt, aber nur mit Stimmung und Teamgeist auf dem Feld für jeden Gegner in der Liga unbequem werden kann. Wenn die Jungs im „flow“ sind, ist das schon wirklich klasse, was sie in allen Bereichen des Volleyballs aufs Parkett zaubern. Es gilt also, im Training und in den Spielen den „flow-Zustand“ zu stabilisieren….. 😉