Herren 1: Satz mit X: nur ein Sebi nutzt nix!

Schwarz ist an sich eine schöne Farbe! Ein freundliches Tiefschwarz oder Mattschwarz zum Beispiel. Rabenschwarz dagegen ist ein Synonym. Und wenn sich fast alle Spieler einer Mannschaft „verabreden“, heute mal ihr rabenschwarzes Kleid anzuziehen, dann kommt eben eine erneute deutliche und erneute verdiente Niederlage dabei heraus. So geschehen am vergangenen Sonntag beim Spiel der Rumelner Herren gegen den MTG Horst II.

Im Vorfeld braute sich schon einiges zusammen. Verletzungen, Krankheit, spontaner Kurzurlaub, dazu zwei Spieler am Spieltag zum ersten Mal seit 4 Wochen wieder am Ball, da war improvisieren angesagt. Ging erst ganz gut los, aber leider nur bis zum 3:1. Dann unerklärliche Fehler im Wechsel mit gelungenen Aktionen, diese vornehmlich wenn „Aushilfsdiagonaler“ Sebastian „Sebi“ Birnbaum eingesetzt wurde. Er sorgte für den Großteil der Rumelner Punktausbeute, konnte aber auch nicht verhindern, dass die Horster immer 3 bis 4 Punkte in Front waren. Bei 18:21 schien die Messe fast schon gelesen, aber ein letztes Aufbäumen und ein Nachlassen der Essener brachten den fast nicht mehr geglaubten Satzgewinn zum 25:21.

Beim Pausengetränk waren sich alle einig, dass musste besser werden, aber so ein einmal angezogenes Rabenschwarz wirkt halt meist etwas länger. Es gelang leider auch im Anschluss trotz aller guten Vorsätze wirklich nicht viel. Volleyball braucht neben Block und Angabe (auch nur so lala) eben eine stabile und positionssichere Annahme, ein gutes Stellspiel und sichere Angreifer. Leider gab es fast keinen Ball, wo wirklich alle drei Komponenten zusammen funktionierten, irgendeiner/ irgendetwas patzte immer. Die Duisburger liefen ständig einem 4 bis 5 Punkte Rückstand hinterher und verloren den Satz dieses Mal folgerichtig mit 19:25.

Satz drei und vier sind schnell erzählt, im Prinzip wie Satz zwei. Einzig „Sebi“ gelangen noch ein paar schöne Punkte, ansonsten eher unglückliche Aktionen und wenige ertragreiches Spiel. 23:25 und 18:25 das ernüchternde Ergebnis und damit die zweite Niederlage in Folge für die Rumelner, das gab es schon lange nicht mehr. Besonders ärgerlich war, dass die Horster nicht unbedingt das bessere Team waren, alleine, sie machten deutlich weniger Eigenfehler. Und das reichte dann eben für ein 1:3 gegen den bisherigen Tabellenführer, der nun punktgleich zweiter hinter dem TV Werden ist.


Aber Trübsal blasen die Jungs aus dem Duisburger Westen deswegen noch lange nicht, immerhin spielen sie als Aufsteiger und sehr junges Team immer noch eine tolle erste Landesligasaison. Mal sehen, was die verbleibenden sechs Spiele der Saison noch bringen, aber das ein oder andere Pünktchen planen wir schon noch mit ein ;-).