Herren VL: 8 ½ Musketiere im Karneval

Eine Stunde Schunkelmusik zum Aufwärmen und Partystimmung nach dem Spiel, die Rahmenbedingungen für den Karnevalssamstag in Düsseldorf konnten sich sehen lassen. Nicht immer deutlich, aber letztendlich sicher setze sich das verbliebene SG-Häuflein der 8 ½ Aufrechten gegen die Truppe vom ART Düsseldorf 2 mit 3:1 Sätzen durch und erklimmt unglaublicher Weise den dritten Tabellenplatz.

Die Zweitvertretung dagegen ist nach einer erneuten Niederlage abgestiegen.

Die Saison neigt sich dem Ende und auch die Spielerdecke der SG hat schon seit geraumer Zeit leichte Risse bekommen. Drei seit Wochen Dauerverletzte, dazu drei jecke Urlauber, der ursprünglich mal üppig besetzte Kader reduzierte sich auf 8 voll einsatzfähige Spieler. Dazu ein bedingt einsetzbarer aus der Verletztenriege, der sich dankenswerter Weise für den Notfall bereithielt. Sechs Angreifer für fünf Positionen, die Mannschaft stellte sich fast von selber auf. Machte aber nichts, denn zu Beginn lief das Spiel auch fast wie von selber. Die Duisburger nahmen sicher an, spielten im Angriff variabel und bekamen auch in Block und Feldverteidigung gut Zugriff. Der souveräne Lohn, das 25:16 zum Satzgewinn.

Satz zwei dann mit kleinen, aber zunächst nicht so ins Gewicht fallenden Unsicherheiten. Hier mal eine Annahme daneben, da mal ein Angriff in den Block, es reichte aber immer noch zu Zwischenständen wie 13:9 oder 21:17. Leider wieder mal zur falschen Zeit, nahmen sich die Jungs auf dem Feld dann eine größere spielerische Auszeit, Satzball für Düsseldorf. Und auch leider wieder mal hatten die Jungs anscheinend Spaß an spannenden Satzenden. Wie in der vergangenen Woche ging es hin und her mit wechselnden Satzbällen, ehe die Gastgeber mit 27:29 den Sack zum Satzausgleich zu machten.

Vor ein paar Wochen noch wäre es jetzt kritisch geworden, inzwischen wissen die Jungs aber mit so einer Situation umzugehen. Sie ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, spielten in einem jetzt engeren Spiel ihren Stiefel runter und konnten bei 21:18 erstmalig mit drei Punkten in Führung gehen. Dabei war es vor allem die sehr bewegliche Feldabwehr, die jetzt fast keinen Ball des Gegners mehr unberührt an den Boden gehen ließ. Es entwickelten sich einige schöne, lange Rallyes, die zumeist auf SG-Seite zu Punkten führten, 25:21 der Satzgewinn.

Nun hieß es den Sack zu machen, das ging aber erst mal nach hinten los! 1:6 und 3:8, der klassische, verschlafene Fehlstart. Insbesondere in der Annahme war die zuletzt als Basis dienende Stabilität komplett abhandengekommen. Doch auch hier zeigte sich die inzwischen größer gewordene Ruhe innerhalb des Teams. Die möglichen Wechsel wurden vorgenommen, die Annahme ein wenig umgestellt und sehr schnell waren die Blau-Roten wieder auf Augenhöhe, spielerisch, und nach Punkten. Das ging so bis zum 18:18, dann der ART mit einigen guten Bällen zum 19:23, es wurde noch mal knapp. Doch die SG holte sich den nächsten Punkt und fünf gute Druckangaben später auch den Satz und damit das Spiel.

Durch die Erfolge der letzten Wochen, insbesondere über die Mannschaften von der Tabellenspitze, ist die SG damit auf Tabellenplatz drei angekommen, knapp vor dem Vierten. Sehr schön, und sehr verdient! Um diesen Platz halten zu können, bedarf es aber in der nächsten Woche eines kleinen Volleyballwunders. Die spielerisch sicher beste Mannschaft der Liga und designierten Aufsteiger aus Moers gibt sich die Ehre im heimischen AEG. Das Hinspiel war für die SG geradezu ein Debakel, aber auch eine Art Wende, denn seitdem wurden erst zwei Spiele verloren. Mal sehen, ob es am nächsten Samstag, 9.3.2018, ab 18 Uhr wieder so deutlich wird oder ob die SG dieses Mal etwas mehr dagegen halten kann ;-). Die Moerser kommen erfahrungsgemäß mit großem Gefolge, es wäre schön, wenn viele heimische Fans lautstark dagegen halten würden!

In der Landesliga verlor die wieder einmal trotz eigentlich großem Kader nur mit minimaler Besetzung angetreten Zweitvertretung der SG mit 0:3 (25:19, 25:11; 25:14) und steht damit drei Spieltage vor dem Ende der Saison als Absteiger fest.