Herren VL: spielerischer Stotterstart der Rückrunde mit gutem Ende

Zum Auftakt der Rückrunde behielt die SG Duisburg ihre weiße Spielweste, konnte aber nur in den letzten beiden Sätzen wirklich überzeugen. Ein mühsamer, aber verdienter Sieg und damit drei weitere Punkte auf dem Weg zum großen Ziel.

Die Landeshauptstädter waren nach eigener Aussage zum ersten Mal in dieser Saison überhaupt mit voller 12-Mann-Kapelle angetreten. Den Favoriten zu ärgern wird wohl in der Rückrunde für alle Teams der Liga Motivation genug sein. Die SG ließ sich aber zunächst nicht beirren. Schnell ging sie in Führung, Pass und Zuspiel waren gut und daraus entwickelte sich der notwendige Angriffsdruck für eine hohe Punkteausbeute. Über 5:2 und 15:8 ging es bis zum 19:12 locker weiter. Dann ließen die SG-ler ein wenig nach, die Gäste machten einige gute Punkte oder bekamen sie gar durch Fehlangaben oder leichte Fehler geschenkt und verkürzten den Rückstand. Reichte aber nicht mehr, mit 25:19 blieb der Satzgewinn bei der Heimtruppe.

Das Satzende hatte aber schon gezeigt, so ganz stabil war die SG nicht gewesen. Das merkte die erfahrene Truppe des ART und legte ihrerseits ein Schüppchen drauf. Ausgeglichenes Spiel mit einigen Fehlern auf beiden Seiten, keine Mannschaft konnte sich absetzen. Bis zum 19:19 gab es für die Blau-Roten viele Chancen, alleine sie wurden nicht genutzt. Eine zu große Unruhe auf dem Feld, wenig Souveränität und dadurch wenig klare Aktionen. Der Block stand nicht gut und wurde ein ums andere Mal von den cleveren Düsseldorfern „benutzt“. Die Abwehr war immer „irgendwie“ am Ball, aber eben nicht gut genug für zielgerichtete Angriffe. Bis 19:19 gab es maximal zwei Punkte Vorsprung, dann setzten sich die erfahrenere Truppe ab und machte mit 22:25 den Satzausgleich perfekt.

Wieder mal ein unnötiger Satzverlust, genau wie im Hinspiel der zweite Durchgang, aber da das erst der vierte in der ganzen Saison war, ist das wohl Stöhnen auf hohem Niveau. Dass die SG es besser kann, zeigte sie dann mit leicht veränderter Aufstellung in Satz drei und vier. Endlich wieder schnelleres und druckvolleres Spiel, über 8:4 und 13:7 schnell klare Verhältnisse. Annahme und Feldabwehr jetzt aufmerksamer, der Block packte endlich mal zu und in Angabe und Angriff kaum mehr Fehler. 25:17 das deutliche Ende des dritten Durchgangs.

Noch schneller ging es dann in Satz vier, Düsseldorf  brach nun ein wenig auseinander und die Blau-Roten hatten endlich den Spaß wiedergefunden. 25:9 ist deutlich, aber sicher auch der nun komplett fehlenden Gegenwehr des Gegners geschuldet.

Weitere drei Punkte auf dem Weg zum Ziel, aber auch weitere Fingerzeige, dass das kein Selbstläufer werden wird. Bis zum Rückspiel gilt es, jeden Gegner konzentriert anzugehen und ernst zu nehmen, egal, aus welcher Region der Tabelle er auch gerade kommen mag. Es dürfen möglichst wenig Sätze und schon gar keine Punkte abgegeben werden, dann kann es mit dem Showdown im März in Würselen richtig klappen. Bis dahin könnte vielleicht auch der ein oder andere Verletzte hoffentlich wieder mit an Bord sein und die spielerischen und taktischen Optionen der SG weiter erhöhen ;-).