Aller Anfang ist schwer oder: Hauptsache, die Punkte bleiben bei uns!

Die Planer hatten es für den ersten Spieltag halbwegs gut mit der Verbandsligatruppe der SG Duisburg gemeint. Zwar kein Heimspiel, aber verhältnismäßig „um die Ecke“ bei der ART Düsseldorf II ging es los, fahrtechnisch also mit die kürzeste Strecke in dieser Saison. Dazu ein aus der letzten Saison bekannter Gegner, den man in Hin- und Rückspiel geschlagen hatte, das schien machbar.

Der Kader der SG ist in dieser Saison durchaus als üppig zu bezeichnen. Und so stellte sich dem Trainer mit einer maximal ausgefüllten Mannschaftsliste auch gleich die Qual der Wahl. Die Aufgabe: aus zwölf Möglichkeiten mach eine Starting-Six! Die Erwählten legten dann auch gleich gut los, druckvolle Angaben, gute Blockaktionen (zum Teil sogar als 3er-Block) und dynamisch vorgetragene Angriffe, 7:3 der Zwischenstand. Dann ein langer Ballwechsel mit gleich mehreren sehr guten Chancen, das „Ding“ am Netz zu machen, leider alle leichtfertig vertan. In der Folge schlichen sich weitere Fehler in das SG-Spiel ein. Die Düsseldorfer spielten nicht überragend, aber sehr solide und das reichte, um nach und nach die Führung zu übernehmen. Punkt für Punkt bauten sie den Vorsprung aus, man könnte aber auch sagen, die SG half mit Eigenfehlern in Annahme, Angriff und Abwehr kräftig mit. 18:25 das ernüchternde Ergebnis des ersten Satzes der neuen Saison.

Im letzten Jahr um die gleiche Zeit wäre das wahrscheinlich schon richtungsweisend gewesen. Nicht aber nach einem Jahr SG. Die Jungs wissen um ihre Stärken, das Team blieb ruhig und fokussiert. Ein, zwei Umstellungen, ein wenig Anlauf und ab dem 4:4 gaben sie im folgenden Durchgang die Führung nicht mehr ab. Es war immer noch kein Feuerwerk, aber sehr stabil und mit deutlich mehr Varianz. Wieder druckvollere Angaben, im Angriff wurde die Mitte zusehends etabliert. Dadurch gelangen den Düsseldorfern weniger leichte Angriffs- und Blockpunkte. Dazu einige schöne SG-Aktionen aus dem Rückraum, mit 25:21 der nie gefährdete Satzausgleich.

Satz drei dann wieder etwas ausgeglichener, aber erneut eher, weil die Blau-Roten nachließen. Bis zum 16:16 ein zähes Ringen um die Punkte, dann aber doch der entscheidende „run“ bis 21:17, mit 25:18 war der erste VL-Punkt der neuen Saison in Tüten.
Jetzt sollten es aber auch bitte drei sein, da waren sich alle einige. Das beherzigte das Team dann auch, nach erneut ausgeglichener Phase bis zur Mitte des Satzes setzten sich die SG-ler Zug um Zug ab, mit 25:21 war der 3:1 Sieg und damit die ersten Punkte auf der Habenseite.

Naturgemäß ist zu Saisonbeginn noch nicht alles Gold, aber es funkelt schon so ein bisschen! Ein Dank geht zunächst an die Spieler, die mit wenig oder gar keiner Einsatzzeit unermüdlich von der Bank aus angefeuert haben. Das war Teamgeist pur, Männer, klasse! Das auf der Tribüne zu Beginn mehr SG Fans als Heimfans saßen und in die Anfeuerungen einstimmten, ist auch keine Selbstverständlichkeit, vielen Dank auch dafür! Und auch wenn eigentlich traditionell vom Chronisten keine Einzelspieler hervorgehoben werden, so macht er dieses Mal doch eine Ausnahme. Die beiden neuen Youngsters im Team Finn Schoppmeyer und Nils Finmans zeigten nach ihren Einwechslungen deutlich, welch (im wahrsten körperlichen Sinne 😉 ) großes und wuchtiges Potential sie haben. Das war ein klasse Einstand, Männer! Beide werden im Laufe der nächsten Wochen noch etwas detaillierter vorgestellt, versprochen ;-)! Das gilt auch für den dritten Neuzugang, der ab dem nächste Spiel mit eingreifen wird. Es sei noch nicht zu viel verraten, aber schon mal vorab: schlechter wird SG durch ihn sicher, ganz sicher nicht!

Wer jetzt mehr wissen möchte, der muss am kommenden Samstag, 28.09.2019 ab 19 Uhr in die neue Turnhalle des Krupp-Gymnasiums (Flutweg 62 in 47228 Duisburg) kommen, dann steht das zweite Spiel gegen den TuS 08 Lintorf an. Selbstverständlich wird die gute, immerhin ein Jahr alte SG-Tradition des Nachspielbieres mit den Fans aufrechterhalten!

 

 

 

Licht und etwas weniger Licht, aber am Ende steht die Sushi-Party!

Wie schon im letzten Jahr hatten die SG-ler den Natsu-Cup im benachbarten Osterath als Generalprobe ausgesucht. Und genau wie im letzten Jahr kam man nicht mit leeren Händen wieder, die nächste Mannschaftsfeier ist zumindest kulinarisch wieder gesichert.

so sehen Sieger aus 😉

Eine Generalprobe ist eigentlich die letzte Probe vor der Premiere, an der alle Beteiligten verpflichtend teilnehmen. Eigentlich war das auch bei der SG so geplant, eigentlich. Nach und nach reduzierte sich der Kader, der Turniertag selber stellte sich dann als eine Art Staffellauf heraus. Einer kam kurzfristig gar nicht, zwei mussten nach der Vorrunde gehen, dafür kam einer zur Hälfte nach. Zum Schluss blieben für Zuspiel und Libero noch Optionen, aber genau fünf etatmäßige Angreifer über, nicht ganz das, was man große Auswahl nennt.

In der Vorrunde mit vier Mannschaften wurden die Blau-Roten nur einmal richtig gefordert. Der Oberligist Verberger TV, gegen den man ein paar Tage vorher bei einem Trainingsspiel noch richtig gut ausgesehen hatte, legte los wie die Feuerwehr und führte schnell mit 8:2. Die Verberger bestachen durch eine bärenstarke Abwehr, die Duisburger bekamen den Ball nicht auf den gegnerischen Boden und machten viele Eigenfehler. Dann stabilisierten sich die Duisburger zwar, kamen aber nie so richtig heran und verloren den Satz mit 21:25. Mit genau dem gleichen Ergebnis gewannen sie aber dafür den zweiten, deutlich dominanter, bessere Körpersprache und mehr Dynamik im Spiel. Der Turniermodus sah nur diese zwei Sätze vor, das klassische Unentschieden, 1:1 Sätze und 46:46 Punkte.
Gegen die anderen Gruppengegner aus Osterfeld (LL) und ART Düsseldorf III (LL) lief dann alles rund, deutliche 2:0 Siege mit großem Punkteabstand. Deutlich größer auch, als es die Verberger gegen diese Gegner geschafft hatten, das bedeutete den Gruppensieg und das Finale gegen den Gastgeber vom Osterather TV. Eine Mannschaft, gegen die es auch in der Verbandsliga gehen wird, also ein guter Gradmesser.

Gut ging es auch im Finale los, die Duisburger immer in Führung und trotz der oben beschriebenen Personalprobleme eigentlich nur gegen Ende ein paar Wackler, der erste Satz aber in trockenen Tüchern (25:22). Satz zwei dann weniger dominant, vor allem die Angaben ohne Druck. Osterath konnte zumeist in Ruhe aufbauen, spielte auf Augenhöhe und krimiartig entwickelte sich das Spiel zum Ende hin. Kein Team konnte sich absetzen, aber den entscheidenden Punkt machten die Gastgeber, Satzausgleich! Der finale Satz bis 15 dann wieder nichts für schlechte Nerven. Deutliche Führung für die SG, bis 11:7 alles im Lot, dann unerklärlich Fehler in allen Spielarten. Die Pässe schlechter, Zuspiel nicht ganz so präzise und Angriffe ins Aus ließen Osterrath vorbeiziehen, aber zum Glück nicht komplett überholen. Wieder ein Krimiende, aber immer mit Satzbällen für die SG, den dritten machten Sie dann zum 17:15 zu und holten sich den Sieg.

Gratulation für den Käp´ten und Sushi fürs Volk

Die Belohnung war der schon erwähnte Gutschein für eine Sushi-Party, da muss der Mannschaftsrat wohl mal in die Planungen einsteigen.

Als Fazit bleibt, dass die SG offensichtlich immer noch die zwei Spielgesichter der letzten Saison zeigen kann, aber ihren Teamgeist und ihre Power aufrecht erhalten konnte. Mit diesem reduzierten Kader ein so langes Turnier durchzustehen und zu gewinnen ist klasse. Wenn das Team dann mal vollständig angetreten ist, wird es durch viele Optionen hoffentlich möglich sein, diese kleinen „Schwächephasen“ weiter zu minimieren. Die Saison kann kommen, wir freuen uns drauf!

Los geht es am kommenden Samstag, 21.09.2019, um 15:00 Uhr in Düsseldorf bei der ART II. Das ist ja nicht sooo weit, Fans und Unterstützer sind herzlich willkommen!

 

Damen 1: Vorbereitungen auf Hochtouren

Nach dem erfolgreichen Aufstieg in der letzten Saison, laufen die Vorbereitungen auf die Landesliga-Saison in vollem Gange. Der Kader hat sich glücklicherweise verbreitert und auch die Trainingsqualität hat sich durch Gäste aus der 2. Damen oder dem Hobby-Bereich erhöht.

Am Ende der Sommerferien stand das erste erfolgreiche Testspiel gegen einen Bezirksligisten an (2:1). Das Team musste sich erst einmal an die Taktik gewöhnen und sich finden, trotzdem wollte man dann am ersten September-Wochenende den Titel des Stadtmeisters verteidigen.

Verstärkt durch zwei Hobby- und zwei Damen 2-Spielerinnen ging das Team hochmotiviert ins Turnier. Überraschend gut klappte das Zusammenspiel, die ersten beiden Spiele gegen klassentiefere Teams wurden souverän und deutlich gewonnen. Shirin, diese Saison zum ersten Mal im Rumelner Trikot, zeigte tolle Angriffe über Außen und Moni, die von den vereinsinternen Hobbies dazu gestoßen ist, „pflückte“ den einen oder anderen Ball am Netz. Auch die Spielerinnen aus der „Zwoten“ und die Hobby-Spielerinnen, die im Liga-Betrieb nicht spielberechtigt sind, fügten sich nahtlos ein.
Im dritten Spiel ließ die Konzentration dann etwas nach. Obwohl auch hier der Sieg recht deutlich ausfiel, merkte man den meisten den langen Tag in der Halle schon an.

Im Finale gegen die Lioness nahm man sich vor, wieder besser ins Spiel zu finden. So kam am Ende des Tages noch einmal ein tolles Spiel auf hohem Niveau zu Stande. Lynn, neue Zuspielerin auf Seiten der Rumelnerinnen, spielte beide Sätze im Finale durch und konnte mit ihrer Leistung überzeugen. Leider spielte das RTV-Team nicht konstant genug und mehrere Satzbälle wurden nicht verwertet, sodass der Titel verdient nach Baerl ging.

Dennoch konnte die 1. Damen ihr Potenzial andeuten und die Spielerinnen konnten viel lernen. Jetzt heißt es nochmal zwei Wochen hart trainieren, denn am 1. Spieltag heißt der Gegner wieder TuS Baerl. Dann wird mit Samy auch der 4. Neuzugang dabei sein und der Jubel hoffentlich auf der anderen Seite stattfinden.

Mehr Infos: Facebook.de/rtvdamen1

mU14: RTV Jungs mit Platz 15 bei der Deutschen Meisterschaft

Stolz auf eine hervorragende Leistung, leicht enttäuscht mit der Platzierung – das ist die Kurzzusammenfassung des Abenteuers deutsche Meisterschaft unserer U14 RTV Jungs in Heidelberg.

In der Vorrunde der großen Namen (und wie sich am Ende zeigte auch die stärkste Gruppe) ging es für die Rumelner zunächst gegen den Schweriner SC. Beeindruckt von der Physis des späteren Vizemeisters war dies letztlich das einzige Spiel, in dem man chancenlos war und glatt 0:2 verlor. Mund abwischen und weitermachen, das war das Motto vor dem zweiten Spiel gegen den Nachwuchs des Rekordmeisters aus Friedrichshafen. Und wie das klappte! Die RTV Jungs zeigten die gleichen Kämpferqualitäten, die sie bei der westdeutschen Meisterschaft ins Finale gebracht hatten, und konterten mit großartiger Leistung den Verlust des ersten Satzes. Mit der lautstarken Unterstützung der Rumelner Fanschar behielten sie auch im hitzigen dritten Satz die Oberhand und fuhren den doch unerwarteten Sieg ein.

Vor dem letzten Gruppenspiel gegen den Bundesliganachwuchs aus Unterhaching war zwischen Platz 2 und 4 noch alles möglich. Da aber Schwerin mit einer überraschenden Niederlage gegen Friedrichshafen keine Schützenhilfe leistete, war klar, dass es ein Endspiel um den Einzug in die KO-Runde war. Mit der besten Leistung des Wochenendes gewannen die RTV Jungs den ersten Satz, konnten aber danach den Satzausgleich nicht verhindern und im letzten Drittel des Entscheidungsabschnitts war der Gegner etwas stärker, sodass unterm Strich eine knappe Niederlage blieb, die dem RTV „nur“ noch die Spiele um Platz 13-16 lies.

Und hier kam gegen Bad Kreuznach dann die Enttäuschung der Niederlage davor, vor allem aber die Ermüdung der beiden Hauptangreifer Marten Kindermann und Julian Hikel ins Spiel. Nach deutlich gewonnenem ersten Satz waren die Akkus im vierten Spiel des Tages leer und man verlor das Spiel noch in 3 Sätzen. Mit frischer Energie stand dann am Sonntagmorgen das letzte Platzierungsspiel gegen das Auswahlteam aus Hamburg auf dem Plan. Mit einer guten Leistung und einem klaren 2:0 Sieg beendete man das Turnier auf dem 15. Platz.

Das Fazit der Coaches Tom Hikel und Marc Kindermann: „Am Ende sind wir vielleicht ein paar Plätze zu niedrig platziert, aber bei dieser deutschen Meisterschaft ging es sehr eng zu und dann entscheiden einige wenige Punkte über den tabellarischen Erfolg. Uns war viel wichtiger, welche Leistung wir aufs Parkett bringen, und die Jungs haben unter schwierigen Bedingungen ihre beste Leistung abgerufen, von daher sind wir hochzufrieden und stolz auf unser Team.“

Bericht: Tom Hikel