Damen II: mit einem blauen Auge davongekommen

Die Woche vorher verlief schon sehr unbefriedigend, vor allem für die Trainer. Grippewelle, Vorabiklausuren und andere Termine ließen das Training am Dienstag gleich ganz ausfallen, am Freitag dann waren  nur acht der vierzehn gemeldeten Spielerinnen beim Training. Als dann am Samstag 3 Stunden vor dem Spiel eine weitere Absage eintraf war klar, das wird eng! So machte sich dann das Häuflein der acht aufrechten auf, lediglich auf der Zuspielposition war mit Lena und Johanna ein klein wenig Auswahl für den Trainer vorhanden.

Und ganz so, wie die Woche war, begann auch das Spiel. Es lief einfach nichts, nach kurzer Zeit führte der Tabellenvorletzte aus Weeze deutlich und baute diese Führung gegen schläfrige Duisburger Mädels auf 12:20 aus. Kein Kampf, kein Aufbäumen, keine Gegenwehr gegen wirklich ebenfalls nicht gut spielende Kontrahenten. Erst als der Satz eigentlich schon verloren war, kam etwas mehr Bewegung ins Spiel. Zwei schöne Angabenserien von Sophia und Johanna, aber es reichte nur zu einem 22:25, der Satz war weg.
Diese kleine Aufholjagd aber zeigte Wirkung. Endlich feuerten sich die Mädels selber an, holten ein paar schöne Bälle und brachten ihre Angriffe besser unter. 25:20 der verdiente Lohn in Form des Satzgewinns. Im dritten Satz dann ein ähnliches Bild, Rumeln führte immer mit zwei bis drei Punkten. Bei der 17:14 Führung dann die Schrecksekunde für alle: Sophia knickte um, hatte große Schmerzen und konnte nicht weiterspielen. Nach kurzem Schock und Behandlungspause blieb nur eine Lösung: Zuspielerin Johanna musste auf die Außen-/Annahmeposition, es war ja sonst niemand mehr da! Und als wenn nichts gewesen wäre, spielte das Team trotz Schrecken einfach weiter, servierte gute Angaben und brachte den Satz mit 25:23 knapp, aber verdient nach Hause.

Also, warum etwas ändern (was auch?), genau so weiter. Johanna machte ein super Spiel auf der ungewohnten Position, konnte ein ums andere Mal im Angriff punkten und stand auch in Annahme und Abwehr meist richtig. Die Fehlerquote insgesamt blieb niedrig, und so jubelten am Ende tatsächlich die Duisburger Mädels über einen hart erkämpften 25:22 Satzgewinn und damit 3:1 Matchgewinn. Im Vorfeld kaum zu erwarten und dann doch von den wenigen Mitgereisten toll umgesetzt!

Einziger Wehrmutstropfen ist natürlich die Verletzung von Sophia, die sich dann bei einer anschließenden Untersuchung leider als Bänderriss heraus stellte. Trainer und Team wünschen gute Besserung, bis zur Beachsaison bist Du wieder an Bord 😉

Es bleibt zu hoffen, dass in der nächsten Woche die Trainings- und Spielbeteiligung (und damit auch die Einstellung zum Volleyball) bei allen wieder deutlich besser wird. Denn dann kommt mit dem aktuell ungeschlagenen TV Sevelen der Tabellenführer in die heimische Halle am Körnerplatz (Samstag, 2.3.13, 16:00 Uhr), ein Spiel bei dem die Rumelner Mädchen nichts zu verlieren haben. Denn außer der Rolle des Underdogs in diesem Spiel haben sie auch am Saisonende in zwei Wochen den vierten Tabellenplatz absolut sicher in der Tasche, eine tolle Leistung für ein Aufsteigerteam.

Bericht: MarMoor


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