Janusköpfiger Rumelner TV zeigt erneut beide Gesichter

Mit einem Sieg und einer Niederlage hat der Rumelner TV das Auftaktwochenende zur „englischen Woche“ abgeschlossen. Konnte das Team um Spielertrainer Oliver Gies am Samstag vor ca. 50 Zuschauern noch einen ungefährdeten 3:0 Sieg einfahren, so musste es am darauffolgenden Sonntag vor ca. 150 Zuschauern im heimischen Albert-Einstein Gymnasium in Rumeln eine ebenso deutliche 0:3 (21:25, 17:25, 20:25) Heimniederlage gegen den wesentlich frischer wirkenden und agierenden Aufsteiger aus Schüttorf hinnehmen.
In Frankfurt begannen die Rumelner recht verhalten. Erst beim Stand von 10:11 für das junge Internatsteam aus der Bankenmetropole erwachten die Gäste aus dem Ruhrgebiet, besannen sich ihrer Stärken und konnten den 1. Satz letztendlich mit 25:19 gewinnen. Nahtlos knüpfte der RTV in Satz zwei an die engagierte und fehlerlose Leistung aus Satz 1 an.  Gleich zu Beginn erspielte man sich eine hohe Führung, die in einem 25:13 gleichbedeutend mit der 2:0 Satzführung aufging. Auch im 3. Durchgang bestimmte das Team aus dem Duisburger Westen über weite Teile das Geschehen, erspielte sich einen 16:11 Vorsprung,  ließ dann aber die sprichwörtlichen Zügel ein wenig schleifen und ermöglichte den, sich nicht willenlos ergeben wollenden, Frankfurtern gar eine 21:23 Führung. Wirkungsvolle lange Flatteraufschläge, durch Spielertrainer Oliver Gies persönlich, gepaart mit konzentrierter Blockarbeit, gaben dem Satzverlauf eine erneute Wendung und führten zum letztendlich verdienten 3:0 (25:19, 25:13, 26:24) Auswärtssieg. Insgesamt bot der RTV eine konzentrierte, stabile Leistung und gab dem mitgereisten Anhang zu keiner Zeit Anlass am positiven Ausgang der Partie zu zweifeln. Lange Zeit um sich über den Erfolg zu freuen blieb  den Rumelner Spielern allerdings nicht, waren sie doch keine 24 Stunden später erneut gefordert.
Wie schon das Samstagsspiel in Deutschlands Finanzhauptstadt, dauerte auch der Vergleich mit dem FC Schüttorf 09lediglich 69 Minuten, allerdings lag zwischen den gezeigten Leistungen des RTV eine große Repugnanz. Zu Beginn der Partie zeigten sich die Gastgeber noch ähnlich spielfreudig und konzentriert wie am Vortag und erspielten sich eine 8:6 Führung, jedoch folgte anschließend ein Bruch im eigenen Spiel. Ungenauigkeiten in allen Elementen schlichen sich im Spiel der Hausherren ein. Schüttorf musste lediglich auf die zahlreichen Rumelner Gastgeschenke warten und nutzte durch eigenes solides Blockverhalten und ein auf wenig Fehler bedachtes Spiel die Verunsicherung auf Seiten des RTV. Bis zur 2. technischen Auszeit setzte sich das Team aus der Grafschaft Bentheim mit 16:10 ab und sicherte sich so den 1. Satz mit 21:25.
Auch in Durchgang 2 gelang es dem RTV nicht, Normalform zu erreichen. Das Spiel glich nun einem Katz-und-Maus-Spiel, mit dem Unterschied, dass sich die Maus in Gestalt des Rumelner Teams scheinbar  nicht aus der Umklammerung lösen wollte. So zogen die Gäste bis zur zweiten technischen Auszeit immer wieder auf bis zu drei Punkte davon. Rumeln gelang es zwar mehrfach zu kontern und wieder in Schlagdistanz zum Gegner zu kommen, brachte sich aber unter anderem durch leichte Aufschlagsfehler  um die Chance auszugleichen oder selber in Führung zu gehen. Die logische Folge war der deutliche 17:25 Satzverlust nach einer längeren Aufschlagsserie der Grafschafter.
Das RTV Trainergespann probierte im 3. Satz durch taktische Umstellungen wieder Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Bis zum Gleichstand bei 10:10 schien der Plan aufzugehen. Dann begann auch der neu formierte Annahmeriegel zu wackeln und ermöglichte dem Gast aus Schüttorf eine Serie von 6 Punkten. Der daraus resultierende 16:10 Vorsprung war die Vorentscheidung in der insgesamt recht einseitigen Partie. Zwar stabilisierte sich Rumeln in der Folge und probierte über druckvollere Aufschläge  näher  an die enteilten Gäste heranzukommen, musste aber letzten Endes die 0:3 Niederlage akzeptieren.
Im Hinblick auf das Pokalspiel gegen den denkbar schlecht in die Bundesligasaison gestarteten TV Bühl, ist die Generalprobe sicher  misslungen, sollte aber in den Köpfen der Spieler kein größeres Problem darstellen. Für Mittelblocker Lars Wilmsen:  „macht es keinen Unterschied, da der TV Bühl sowieso der haushohe Favorit der Partie ist“.

Bilder vom Spiel gegen Schüttorf gibt es hier–>


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