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Westdeutsche Meisterschaften der männlichen U14: RTV holt Bronze!

Am vergangenen Wochenende fanden in Erkelenz die Westdeutschen Meisterschaften der männlichen U14 statt. Der RTV hatte sich mit einem auch für diese Altersklasse sehr jungen Team überraschend als Gruppenkopf qualifiziert. Im 7er Kader (in der U14 wird 4 gegen 4 gespielt) stand mit Paul Oheim nur ein Spieler des Jahrgangs 2009, während Julius Clouth, Moritz Clouth, Fynn Duemont, Jonathan Fischer und Magnus Kindermann als 2010er noch U13 und Til Piskun als 2011er sogar noch U12 spielen dürfen.

gute gelaunt und erfolgreich, die U14 des RTV

In der Vorrundengruppe hatte man mit dem als Ausrichter qualifizierten Erkelenzer VV ein gutes Auftaktlos gezogen. Beim 25:8 und 25:13 wurde der Rumelner Nachwuchs nicht gefordert, alle Spieler bekamen erste Einsatzzeiten und konnten so die Anfangsnervosität ablegen.

Dass dies nicht ganz gelungen war, zeigt sich dann im zweiten Gruppenspiel gegen die SG Sendenhorst. Rumeln erzeugt wenig Aufschlagdruck bei vielen Aufschlagfehlern, so dass ein sehr quirliger Gegner ab Mitte des ersten Satzes davonziehen konnte und diesen mit 25:18 gewann. Zum ersten Mal im Turnier standen die jungen Spieler des RTV unter Druck und meisterten diese Situation bravourös. Mit Beginn des zweiten Satzes kamen die Aufschläge, im Spielaufbau wurde genauer und im Angriff variabler agiert und der Gegner so dauerhaft gefordert. Mit 25:12 und 15:8 setzte sich der RTV verdient 2:1 durch und vermied damit im Viertelfinale eine Paarung gegen einen Sieger der anderen Gruppen. Zugelost wurde mit dem TuB Bocholt ein Gruppenzweiter.

Dieser erwies sich als mindestens gleichwertig. Die Bocholter Jungs waren körperlich aufgrund Ihres durchweg aus 2009er Spielern bestehenden Kaders überlegen und konnten so insbesondere am Netz immer wieder die Rumelner ausstechen. Diese hielten mit mannschaftlicher Geschlossenheit dagegen und verteidigten ihr Feld mit großem Kampfgeist. Dazu Spielwitz im Angriff sowie weiterhin gute Aufschläge führten zu einem relativ ungefährdeten Satzgewinn mit 25:19. Im zweiten Satz jedoch setzte sich Bocholt immer häufiger im Angriff durch und konnte die Rumelner Angriffsversuche seinerseits immer besser verteidigen. Nach einem überdeutlichen Rückstand konnten die eingewechselten Paul Oheim und Julius Clouth dazu beitragen, dass es am Ende mit 18:25 enger wurde, als es lange Zeit aussah.
Den Schwung aus der Schlussphase des zweiten Satzes konnte der RTV allerdings nicht mit in den dritten Satz nehmen. Bei 4:8 wurden die Seiten gewechselt und als kurz danach auch noch Til Piskun nach einer Kollision mit einem Mitspieler blutend ausgewechselt werden musste, sah es nach einer Niederlage für den RTV aus. Doch der eingewechselte Moritz Clouth füllte die Lücke sofort sehr gut aus und die junge Truppe nutzte einsetzende Siegesgewissheit der Bocholter ab 6:11 aus und konnte kurz später auf 11:11 ausgleichen. Nun entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, in dem die Bocholter nervöser wirkten als die jüngeren Rumelner. Rumeln hatte den ersten Matchball bei 14:13, dann wechselte die Führung und Bocholt hatte Matchball bei 16:15. Dieser wurde souverän abgewehrt und bei 17:16 setzte ein Block von Fynn Duemont den vermeintlichen Schlusspunkt. Der Schiedsrichter bewertete die Szene jedoch anders und es stand 17:17. Erneut behielten die Rumelner erstaunlich stabil die Nerven und erspielten sich über Jonathan Fischer in Annahme und Angriff bei einem präzisen Zuspiel von Magnus Kindermann ihren dritten Matchball. Dieser wurde genutzt und der Jubel über den sensationellen Halbfinaleinzug bei Spielern, Betreuern und den lautstarken Fans (Eltern) auf der Tribüne kannte keine Grenzen.

Im Halbfinale am Sonntag spielte dann eine reine U13 des RTV, da Paul Oheim leider nicht mehr teilnehmen konnte, gegen den großen Turnierfavoriten VV Humann Essen. Die Humänner bewiesen vom Start weg, warum sie Favorit für den Turniersieg waren und führten schnell 10:0. Danach legten die RTV-Jungs ihre Nervosität jedoch ab und hielten mit. Im ersten Satz reichte es somit immerhin noch zu 13 Punkten. Im zweiten Satz wehrten sich die Rumelner Jungs weiter tapfer gegen die Übermacht der Essener und hielten das Spiel ausgeglichen. Mitte des Satzes zog Humann dann leicht davon und brachte das 25:19 souverän und verdient ins Ziel. Die RTV-Jungs waren jedoch keineswegs enttäuscht, da sie nach dem Fehlstart eine hervorragende Leistung gebracht hatten und von allen Gegner der Humänner die meisten Punkte ergattern konnten.

Angestachelt vom guten Halbfinale gingen die RTVler ins kleine Finale um die Bronzemedaille gegen TVE Vogelsang. Es entwickelte sich ein umkämpftes und enges Spiel, bei dem sich keine der Mannschaften deutlich absetzen konnte. Vogelsang führte bis zur Satzmitte stets mit ein bis zwei Punkten, danach waren meist die Rumelner Jungs leicht vorne. Folgerichtig hatten diese dann auch bei 24:23 den ersten Satzball, bei dem Til Piskun eine tolle Abwehraktion zeigte, die exakt auf der Vogelsanger Grundlinie endete. Die Freude über die 1:0 Satzführung war groß, doch im zweiten Satz ging es genauso weiter. Kein Team konnte sich absetzen, in der Satzmitte vergaben die Rumelner mehrere gute Chancen um die leichte Führung auszubauen, worauf Vogelsang auf 16:20 davonziehen konnte. Der RTV kämpfte sich jedoch wieder heran und führte seinerseits 23:22, zwei Aufschlagwinner der Vogelsanger beendeten jedoch den Satz zum 23:25. Auch in Satz 3 startete Vogelsang zunächst dominant, wie aber auch in den engen Phasen zuvor gegen Sendenhorst und Bocholt ließen sich die Jungs vom RTV davon nicht herunterziehen, sondern hielten dagegen und konnten aus einem 2:5 bis zum Seitenwechsel ein 8:5 erspielen. Nach dem Seitenwechsel geschah etwas für diese Altersklasse extrem ungewöhnliches, denn ohne einen Aufschlagfehler setzte sich zehn Mal in Folge die annehmende Mannschaft durch. So konnten die RTV-Jungs die 8:5-Führung im Stile einer routinierten Mannschaft auf 13:10 transportieren. Nun kam die große Stunde von Julius Clouth, der von der Ersatzbank kommend direkt mit einem Servicewinner auf 14:10 und damit Matchball stellte. Ein weiterer starker Aufschlag führte zu einem Dankeball des Gegners, den Fynn Duemont letztlich mit einem Angriff zum 15:10 nutzte und damit den Sieg und die Bronzemedaille sicherte. In einem Wettbewerb gegen überwiegend ein Jahr ältere Spieler kam diese Medaille einer Riesenüberraschung gleich. Insbesondere der Teamgeist und die Ruhe in engen Spielphasen waren dabei eine reife Leistung.

Mit Ausnahme von Paul Oheim steht für alle Spieler in drei Wochen nun auch noch die U13 Meisterschaft an, bei der mit den Jüngsten des RTV bei einer ähnlich starken Leistung sicher zu rechnen sein wird.

Bronze für die jungen Wilden des RTV, ein toller Erfolg!

Bericht: F. Fischer

Westdeutsche Meisterschaften: Starker vierter Platz für die männliche U18!

Am ersten Aprilwochenende machten sich die U18 Jungs des RTV auf den Weg nach St. Augustin, wo die Rhein-Sieg Volleys die zwölf besten Teams aus NRW zur westdeutschen Meisterschaft begrüßten. Nachdem der RTV in der Oberliga auf Platz 2 landete und anschließende souverän die Quali A und etwas überraschend auch die Quali B ohne Niederlage gewann, konnte man durchaus mit Selbstbewusstsein antreten, denn zum ersten Mal in der laufenden Saison stand den Coaches Tom Hikel und Marc Kindermann der volle Kader zur Verfügung.  Zuvor waren abwechselnd durch Auslandsaufenthalt (Marten Kindermann), Verletzung (Levi Weissenbach) und Bundesstützpunkt-Wechsel (Julian Hikel) immer wieder wichtige Eckpfeiler nicht verfügbar.

Im ersten Gruppenspiel am Samstagmorgen hieß der Auftaktgegner FCJ Köln. Mit einer konzentrierten Leistung gewannen die RTV Jungs souverän mit 25:16 und 25:21 und gingen so gut vorbereitet ins Derby gegen den Moerser SC. Dort startete man furios und konnte überlegen den ersten Satz mit 25:14 gewinnen. Im zweiten Durchgang stockte dann der Motor gegen stärker werdende Moerser und man lief praktisch die gesamte Zeit einem Rückstand hinterher, doch in der Endphase konnte der Satz noch zum 25:23 gedreht werden. Damit war der Gruppensieg perfekt und im Viertelfinale wurde dem RTV die SG Aachen zugelost. Ein auf dem Papier gutes Los, denn in der Quali A konnte man diesen Gegner glatt besiegen, doch dieses Mal mussten die Rumelner gegen den stark spielenden Gegner nach 25:19 und 23:25 in den Entscheidungssatz, wo sie nach dem Seitenwechsel den entscheidenden Vorsprung herausspielen konnten und damit den Einzug ins Halbfinale perfekt machten.

In der Runde der letzten Vier wartete dann am Sonntagmorgen der PTSV Bielefeld. In der Quali B konnten die RTV Jungs im gleichen Duell noch einen ganz knappen Sieg verzeichnen, doch dieses Mal reichte es in einem relativ deutlichen Spiel gegen den späteren Vizemeister leider nicht. Im abschließenden Spiel um Platz 3 gegen den Dürener TV zeigten die RTV Jungs nochmal eine starke Leistung, auch wenn am Ende eine knappe 23:25 und 20:25 Niederlage zu Buche stand.

Trotz der beiden abschließenden Niederlagen fällt das Fazit der Rumelner Verantwortlichen absolut positiv aus, denn die RTV-Equipe war mit Anstand das jüngste Team im Turnier (die komplette Mannschaft kann im nächsten Jahr erneut U18 spielen) und schaffte es trotzdem ins Halbfinale. Für den RTV spielten Jonas Schmidt, Eric Ly, Mats Mogendorf, Julian Hikel, Kai Thiedmann, Marten Kindermann, Hugo Langenscheidt, Jascha Kuhn, Levi Weissenbach und Julius Reckeweg.

Bericht: T. Hikel

NRW-Meisterschaften U15 männlich: RTV-Jungs werden Vizemeister!

Am vergangenen Wochenende standen in Bochum-Höntrop die NRW-Meisterschaften der U15 männlich auf dem Programm. Diese in dieser Saison als Folge der Corona-bedingten Pause in den letzten beiden Jahren einmalig durchgeführte Altersklasse wird mit 4 gegen 4 gespielt. Die Rumelner Jungs aus dem Jahrgang 2008 hatten gemeinsam mit dem 2007er Jahrgang zwei Wochen zuvor die Titelkämpfe der U16 gewonnen und gingen somit selbstbewusst an die Aufgabe heran. Allerdings fehlte der etatmäßige Zuspieler Len Kenkmann verletzungsbedingt, so dass neben Jonathan Bungert, Jan Czehak, Florian Fischer, Tom Richterich und Tom Wichmann mit Magnus Kindermann und Jonathan Fischer noch zwei Jungs aus der U13 den Kader verstärkten. Magnus Kindermann übernahm dabei die Rolle des Zuspielers und füllte diese hervorragend aus.

die erfolgreiche männliche U15 des Rumelner TV

In der Vorrunde erwischten die RTVler einen guten Start gegen den Gastgeber TB Höntrop. Mit druckvollen Angaben und sicherem Aufbauspiel wurde der erste Satz deutlich mit 25:16 gewonnen und auch im zweiten Satz lag man schnell mit 9:3 vorne. Danach schlichen sich jedoch erste leichte Fehler ein und Mitte des Satzes konnte Höntrop nicht nur ausgleichen, sondern auch vorbeiziehen. Der Satz ging klar an Höntrop und auf Rumelner Seite breitete sich Unsicherheit aus. So wurde auch aus einem 4:1 im dritten Satz ein 6:8 beim Seitenwechsel. Bei 7:10 sah es bereits so aus, als würde der Turnierstart in die Hose gehen. Gerade noch rechtzeitig besannen sich die Rumelner jedoch Ihrer Stärken und spielten nun wieder aggressiv auf. Der Satz konnte zum 15:12 gedreht werden.

Damit vermied der RTV ein frühes „Alles oder nichts“ Spiel in der Vorrunde gegen das starke Team von VOR Paderborn. Diese hatten Höntrop deutlich 2:0 geschlagen, so dass es nun zum Gruppenendspiel kam. Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel mit Aufs und Abs auf beiden Seiten. Den knappen ersten Satz gewann Paderborn 25:22, den zweiten gewannen die Rumelner souverän mit 25:14. Im dritten Satz schwächelte dann leider die Annahme beim RTV, so dass dieser deutlich mit 15:8 an Paderborn ging.

Damit war Rumeln nun auf etwas Losglück angewiesen, da die Gruppenzweiten für das Viertelfinale den Gruppensiegern zugelost werden und man ungern gegen die Topfavoriten aus Moers oder Essen antreten wollte. Das Losglück blieb aus und wie bereits bei der U16 Meisterschaft kam es im Viertelfinale zum Lokalderby gegen den Moerser SC. Während Rumeln jedoch in der U16 als Favorit in die Partie ging, war man nun krasser Außenseiter. Moers hatte in der gesamten Saison noch kein Spiel verloren und dabei auch den RTV am ersten Oberligaspieltag sehr deutlich mit 2:0 bezwungen. Die Rumelner Jungs agierten nun jedoch vom Druck befreit getreu dem Motto „Wir haben keine Chance, also nutzen wir diese“ und spielten ihr mit weitem Abstand bestes Spiel des Turniers. Florian Fischer war als Aufschlagziel der Moerser in der Annahme gefordert und meisterte diese Aufgabe mit Bravour, Magnus Kindermann zog geschickt die Fäden im Zuspiel und vor Allem Jonathan Bungert war immer wieder im Angriff erfolgreich. Dazu entdeckte vor Allem Jan Czehak in der Abwehr – eigentlich nicht seine Kernkompetenz – ganz neue Tugenden. Gepaart mit druckvollen Aufschlägen entwickelt sich im ersten Satz ein enger Schlagabtausch, den der RTV in der spannenden Schlussphase des Satzes mit 25:21 für sich entscheiden konnte. Als die Rumelner dann im zweiten Satz den Aufschlagdruck sogar Mitte des Satzes noch erhöhen konnte, brach der Widerstand des MSC und der RTV gewann auch den zweiten Satz mit 25:15. Eine Riesenüberraschung gleichbedeutend mit dem Einzug ins Halbfinale!

Dort wartete der Meckenheimer SV. Es entwickelte sich vom Start weg ein enges Spiel. Meckenheim glänzte durch gute Abwehraktionen, starke Aufschläge und viele erfolgreiche Finten im Angriff. Die Führung wechselte ständig, bis bei 23:22 der eingewechselte Tom Wichmann mit zwei starken Aufschlägen das Pendel in Richtung des RTV ausschlagen ließ. Im zweiten Satz hatten sich die Rumelner in der Verteidigung besser auf die Spielweise der Meckenheimer eingestellt, gerieten jedoch aufgrund sehr vieler Aufschlagfehler ins Hintertreffen und liefen Mitte des Satzes einem 4-Punkte-Rückstand hinterher. Der eingewechselte Tim Richterich war es dann, der wesentlichen Anteil an der Aufholjagd hatte. Zunächst mit guten Aufschlägen und in der entscheidenden Satzphase ab 22:22 dann mit einem erfolgreichen Angriff und einem erfolgreichen Lob führte er das junge Team zu einem 25:23 und damit zum zweiten NRW-Finale innerhalb von zwei Wochen.

Dort wartete dann der VV Humann Essen. Die „Humänner“ waren problemlos durch das Turnier spaziert und damit hoher Favorit. Die Rumelner wollten mit einer Einstellung und Spielweise wie gegen Moers versuchen, auch diesen Favoriten zu ärgern. Anfangs gelang dies hervorragend. Aufschlag, Block und Feldabwehr agierten stark und so zogen die Rumelner gegen gut aufspielende Essener auf 16:12 davon. Die dann folgende Phase entschied jedoch den Satz und letztendlich auch das Spiel zugunsten der Essener. Zunächst tippte ein Diagonalangriff der Essener vier Mal auf die Netzkante und fiel dann genau auf die Seitenlinie. Danach ein As der Humänner und die ersten beiden Unaufmerksamkeiten im Spiel der RTVler und der Vorsprung war dahin. Nun schlugen die Essener serienweise stark auf und der RTV konnte sich nur noch selten befreien. Ein 18:25 war die Folge. Im zweiten Satz spielten die Rumelner gut auf, waren jedoch gegen den verdienten U15-Meister Humann Essen chancenlos.

Nach kurzer Enttäuschung über ein verlorenes Finale wechselte die Stimmungslage wieder auf Feierlaune, da die Silbermedaille ein unerwartetes Top-Ergebnis darstellte. Als zusätzliches Bonbon wurde Jonathan Bungert abschließend noch als MVP des Turniers ausgezeichnet.

Bericht: F. Fischer

Herren OL: das volle (Kontrast-)Programm!

Zwei Spiele an einem Wochenende sind wenig glücklich, zumal wenn dieses Wochenende laut Plan eigentlich spielfrei gewesen wäre und einige Spieler extra genau hier Privates/Urlaub geplant hatten. Aber in Zeiten von Corona ist nichts planbar, und so hatte die SG innerhalb von weniger als 24 Stunden zwei Spiele in nicht voller Besetzung zu absolvieren, die gegensätzlicher nicht hätten sein können.

Am Samstagabend kam das Tabellenschlusslicht von Bochum-Grumme in die heimische Krupphalle. Eine Niederlage bedeutete für die sympathische Truppe den sicheren Abstieg, ein Sieg hätte die Hoffnung am Leben gehalten. Und so legten die Bochumer gleich gut los, übernahmen im ersten Satz schnell die Führung und spielten absolut nicht wie ein Absteiger. Die SG zeigte keine schlechte Leistung, kam aber nicht richtig in den Rhythmus und gab den Satz verdient und deutlich mit 18:25 ab.

Das änderte sich zum Glück dann ab dem zweiten Durchgang schnell, deutliche bessere Aktionen und druckvolles Spiel bei den Hausherren,  wenig Gegenwehr von Bochum. Satz zwei mit 25:13 sehr überlegen für die SG, die Sätze vier und fünf vom Ergebnis her deutlich knapper, aber immer mit SG-Führung  von 2-3 Punkten endeten beide 25:23.

Sonntagnachmittag dann ging es zum Tabellenführer nach Iserlohn. Und hier lief es genau anders herum! Die SG startete druckvoll und mit vielen guten Aktionen, war stark in Annahme, Block und Feldabwehr und brachte die eigenen Angriffe gut durch. Die Gastgeber spielten ebenfalls druckvoll und auf hohem Niveau, es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel mit deutlichen Vorteilen für die Duisburger. Iserlohn wurde zunehmend nervöser, was das ein oder andere unnötige Wortgefecht am Netz deutlich zeigte. Doch die SG-Spieler ließen sich nicht beirren und machten mit 25:19 den Sack recht deutlich zu.

In Satz zwei dann direkt zu Beginn ein kleiner Durchhänger der Duisburger, Iserlohn zog auf 13:5 davon. Der Rest des Satzes dann wieder auf Augenhöhe mit den besseren Aktionen bei der SG, die Aufholjagd wurde aber letztendlich nicht belohnt, die Hypothek vom Satzanfang war zu groß. Knappes 22:25 für Iserlohn.

Die kleinen Durchhänger waren dann leider aber die Vorlage für die beiden folgenden Sätze. Die SG spielte zu 90% druckvoll, variabel und mit einer sehr geringen Fehlerquote auf sehr hohem Niveau. Klasse Ballwechsel und Aktionen in allen Mannschaftsteilen hüben wie drüben. Aber immer dann, wenn es bei den Gästen nicht so ganz passte, gaben sie 2-3 Punkte am Stück ab und so war das 21:25 in Satz drei nicht zu verhindern.

Der vierte Durchgang dann ganz ähnlich, weiter ein absolutes Topspiel. Ein, zwei Durchhänger der SG reichten Iserlohn aber, drei bis vier Punkte Vorsprung zu erzielen. Bei 16:20 wurde es eng, bei 20:23 noch enger. Dann wieder starke Dominanz bei der SG, 23:23. Der nächste Ball endete mit einem krachenden Block der Duisburger und Satzball. Dachten alle. Nur der zweite Schiedsrichter hatte eine Netzberührung eines SG-Spielers gesehen, eine sehr exklusive Ansicht nach Meinung des beteiligten Spielers und aller anderen SG-ler. Und in der Situation sicher unglücklich und spielvorentscheidend, denn der nächste Block landete knapp im Aus, Punkt, Satz und Spiel für die Iserlohner. Schade, ein über sehr weite Phasen klasse Spiel gegen den Tabellenführer und designierten Aufsteiger, was sicher mindestens einen Punkt für die SG verdient gehabt hätte.

Am kommenden Samstag, 9.4.2022 steht das Lokalderby gegen den Moerser SC II an, um 19:30 Uhr geht es in der heimischen Krupphalle los. Das ist aber immer noch nicht das Ende der Saison, auch wenn alle das nach dem ganzen Terminchaos irgendwie herbeisehnen. Nach den Osterferien steht noch das Nachholspiel gegen Telstar Bochum an, der Termin steht aber noch nicht fest.

Herren OL: „im flow“!

So sieht das also aus, wenn die SG mal in den Spielfluss kommt! Beeindruckend, dominant und für den aktuellen Tabellenführer aus Münster am Ende chancenlos, wie das Satzergebnis von 25:10 nachdrücklich zeigt. Spieler und Zuschauer hatten am späten Samstagabend auf jeden Fall eine Menge Spaß und feierten den deutlichen Sieg ausgiebig.
Zur Geschichte des Spiels gehört aber auch, dass der Start ins Match mal wieder alles andere als erfolgreich verlief und der dritte Satz auch sicher hätte anders ausgehen können.  Wenn man die Gäste aus Münster fragen würde, sicher hätte anders ausgehen müssen! Aber der Reihe nach:

Im ersten Durchgang fehlte der SG so ein wenig die Präzision. Der Pass war nie komplett unbrauchbar, aber eben oft ein Stück daneben. Dadurch wenig Sicherheit in Zuspiel und Angriff, wenig Druck und leichtes Spiel für die Gäste, ihr Offensivspiel durchzuziehen. Der SG Block bekam auch dadurch ebenfalls wenig Zugriff, die Abwehr dazu wenig beweglich. Gievenbeck zog langsam aber sicher davon, das 19:25 die logische Folge, nicht wirklich viele Chancen für die Heim-Jungs.

Satz zwei dann etwas ausgeglichener, Münster zunächst immer leicht vorne, aber die SG blieb dran. Die Annahme stabilisierte sich zusehends, das Zuspiel ebenso, die Angriffe bekamen mehr Druck. Endlich kam auch mal die Mitte zum Zug und anstatt organisierter Angriffe musste Münster auch schon mal den Dankeball spielen. Das Satzergebnis von 27:25 für die SG denkbar knapp und dramatisch, das war aber nichts gegen dass, was noch folgen sollte.

Denn in Durchgang drei stellten die Duisburger das Mitspielen erst mal wieder ein.  Bei 17:23 war der Satz eigentlich gefühlt schon durch. Die Zuschauer wurden merklich leiser, der Trainer besprach mit der Bank schon mal die Änderungen für Satz 4 und bereitete das Aufstellungskärtchen entsprechend vor. Ob Mark Piskun den an die Wechselspieler gerichteten und mehr scherzhaft gemeinten Nachsatz  des Coaches „es sei denn, die Jungs drehen das jetzt noch“ gehört hat? Man weiß es nicht. Was man aber auch schon vorher wusste: Marc macht gute Angaben! Sogar unglaublich gute Angaben, wenn man Münster nach dem Spiel gefragt hätte. Denn bis zum nie für möglichen gehaltenen Satzball zum 24:23 zog Marc durch. Münster konnte, wenn überhaupt, nur wenig variabel angreifen und was dann noch kam, schickte der jetzt unüberwindbare scheinende SG-Block ein ums andere Mal krachend ins Gästefeld zurück. Einmal wechselte das Angaberecht dann doch noch, aber mit 26:24 war Satz drei für die SG eingetütet, unglaublich!

Jetzt war die SG „im flow“, Münster sichtlich beeindruckt. Denn Satz vier begann genauso, wie Satz drei geendet hatte. Marc Piskun hämmerte ein ums andere Mal seine Angaben ins Feld, der Duisburger Block machte bei Bedarf den Rest. Auch die SG-Abwehr war jetzt aufmerksam, brachte nach Dankebällen den Pass zielsicher nach vorne, wo Zuspiel und Angriff fast zu 100% verwerteten. Beim ersten Wechsel des Angaberechts war der Satz eigentlich schon entschieden, bei deutlichen 25:10 Punkten dann beendet. Beeindruckend!

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass es damit auf den ersten fünf Plätzen weiter eng zugeht. Durch viele ausgefallene Spiel ist das Bild etwas verzerrt, aber mit diesem Sieg hat die SG zumindest so ein wenig in das Aufstiegsrennen eingegriffen, denn Münster-Gievenbeck hat das erklärte Aufstiegsziel jetzt nicht mehr selber in der Hand. Für die Duisburger beginnt jetzt eine Reihe von Nachholspielen, unter anderem gegen alle oben verbliebenen Konkurrenten aus Iserlohn, Bochum und Essen.

Der Auftakt ist an einem Wochentag gegen die Youngsters von Humann Essen. Am Montag, 21.3.2022 startet das Spiel um 19:30 Uhr im heimischen Krupp-Gymnasium. Die Essener liegen aktuell in der Tabelle einen Punkt hinter der SG und sind nicht zu unterschätzen, auch hier wird sicher 100% vom Heimteam verlangt werden. Das Team hofft natürlich wieder auf lautstarke Unterstützung von den Rängen, damit der Punkteabstand nach dem Spiel größer geworden ist. Denn guter Volleyball beim Feierabendbier, das geht auch an einem Montag! 😉