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Herren OL: deutlich und verdient!

Sonntagmorgen 11 Uhr ist früh, offensichtlich zu früh für die Oberliga Männer des Rumelner TV. Bei der deutlichen und verdienten 0:3 Niederlage bei Humann Essen IV war nicht mehr viel vom Einsatz und Spielwitz des ersten Spieltages zu sehen, fast durchgehend liefen die RTV-ler einem Rückstand hinterher und fanden keinen richtigen Zugriff zum Spiel.

Die Geschichte aller drei Sätze ist so schnell erzählt, wie sie verliefen. Die einzige Führung erspielten sich die Blauen nach durchwachsenem Beginn im ersten Durchgang bei 13:11, ab dem 16:17 ging es wieder mit einigen Punkten Abstand bis zum 20:25 hinterher. Es fehlte an allem so ein bisschen, der Pass oft einen Tick zu nah am Netz, der Block fand so gut wie gar nicht statt, die Angriffe nicht zwingend genug und eine Feldabwehr, die etwas schwerfällig wirkte.

Leider änderte sich das in den beiden Folgesätzen nur bedingt, Essen schien immer die etwas cleverere Antwort parat zu haben, nutzte den Block geschickt oder fand die Lücken im Abwehrsystem. Der RTV dagegen hatte zu wenig Durchschlagskraft, um die Humänner wirklich in Bedrängnis zu bringen. Lediglich Mitte des dritten Durchgangs wurde es bei den Duisburgern etwas besser, zumindest stimmt jetzt der Einsatz und auch die Abwehr wurde beweglicher, was zu einigen schönen langen Ballwechseln führte. Leider am Ende ob der an diesem Tag mangelhaften Angriffsstärke der RTV-ler mit besserem Ausgang für das Heimteam.

Mit 20:25, 18:25 und 17:25 eine deutliche und ernüchternde Niederlage. Das muss und wird besser werden, auch wenn schon im nächsten Spiel am 1.Oktober 2022 um 20:00 Uhr die Personaldecke nicht üppig sein wird. Mit dem Lüner SV kommt ein bisher siegloser Gast in das heimische Krupp-Gymnasium und die West-Duisburger laden alle ein, lautstark daran mitzuwirken, dass das möglichst so bleibt! 😉

Herren OL: erster Spieltag, erste Punkte!

Es war eine durchwachsene Saisonvorbereitung für die jetzt wieder als Rumelner TV antretenden Männer des Oberligateams gewesen. Zu dem nicht gerade üppig besetzten Kader kamen Urlaube, leider auch Langzeitausfälle und andere Gründe, warum es im Training nicht immer so richtig voll in der Halle war. Wenig Zeit um eine wirkliche gute Abstimmung mit den vier Neuen im Team hinzubekommen. Als dann aber am Samstag im Spiel gegen die Solingen Volleys alle das neue, RTV-blaue Trikot überzogen, schien das über weite Phasen überhaupt kein Problem mehr zu sein.

Der Einstieg ins Spiel vielversprechend, gute Stimmung und sehr aufmerksame Spieler, die ersten Punkte für den RTV. Dann aber direkt innerhalb weniger Minuten drei Entscheidungen des Schiedsgerichtes zu Ungunsten der RTV-ler, die sogar beide Teams, inklusive der Zuschauer, komplett anders gesehen hatten. Das brachte Unruhe rein, die Entscheidungen der Unparteiischen sollten dann leider an diesem Abend für beide Teams zum Dauerthema werden. 5:9 die Folge der Hektik. Erst allmählich bekamen die Blauen wieder die Kurve, spielten nicht spektakulär, aber sicherer und zogen Punkt für Punkt davon. Wichtig dabei: alle Mannschaftsteile funktionierten,  guter Pass, variables Zuspiel und druckvoller Angriff über alle Positionen, die Block-Abwehr Staffelung stand ebenfalls des Öfteren gut. 25:18 der deutliche Satzgewinn.

Der zweite Durchgang ausgeglichener. Etwas weniger Druck im Angriff des Heimteams gab Solingen immer wieder die Chance, Bälle abzuwehren und selber aktiv zu werden. Fast durchgehend Gleichstand, kein Team schaffte es mehr als zwei Punkte Vorsprung herauszuspielen. Im Spiel der Duisburger fehlte so ein wenig die letzte Präzision, nicht wirklich schlecht, aber eben ein paar Prozent zu wenig. Insbesondere der Pass aus Annahme- und Dankesituationen stand nicht mehr so, dass alle Angriffspositionen gleich gut bedient werden konnten. Den Endphasen-Krimi verloren die Rumelner dann leider 27:29 mehr als unnötig.

Satz drei dann ein kurzes Vergnügen für die einen, weniger erfreulich für die anderen. Stimmung, Präzision, Spielwitz und Einsatz bei den Blauen perfekt, 25:14 der deutliche Satzgewinn für die RTV-ler.

Das sollte doch Auftrieb für den vierten Abschnitt geben und die Vorentscheidung sein. Schon der zweite „hätte“ ja eigentlich gewonnen  werden können. Dachten alle, dachten wohl auch die Spieler des RTV. Denn jetzt war es leider wieder so ähnlich wie im zweiten Durchgang, nur lief das Heimteam recht schnell einem 2-3 Punkte Rückstand hinterher. Und auch die Gründe kann man im zweiten Satz nachlesen, nicht wirklich schlecht, aber nicht druckvoll und konzentriert genug, um Solingen dauerhaft in Bedrängnis zu bringen. 22:25 der Satzausgleich für Solingen die Folge, der Tie-Break musste her.

Hier aber zeigte das Heimteam schnell, wer an diesem Tag zwei der drei Punkte behalten wollte. Beim Seitenwechsel mit 8:3 schon deutlich vorne, drehten die RTV-Männer dann noch mal richtig auf und ließen Solingen keine Chance mehr. Der Widerstand war gebrochen, 15:7 und die ersten zwei Punkte der neuen Saison im Sack.

Ein gutes Spiel des RTV, von Stimmung und Einsatz auf dem Feld über volle fünf Sätze sicher eines der besseren dieser Truppe in den letzten Jahren. Die Blauen waren auch bei Rückständen konstant positiv, steckten nach und nach auch oft fragwürdigen Entscheidungen des Schiedsgerichtes besser weg (wobei hier klar gesagt werden muss, dass die Zahl der diskutierten Pfiffe gefühlt für beide Teams gleich hoch waren) und zeigten sich als wirkliches Team. Diesen Spirit werden die Rumelner im Verlaufe der Saison sicher dauerhaft benötigen. Die Liga scheint ausgeglichen, der erste Spieltag brachte nur 3:2 Endergebnisse. Wenn es gelingt, die sicher durch die zahlreichen Abgänge verlorene Spielstärke durch mehr Variabilität und gute Stimmung auf dem Feld zu kompensieren, dann sollte die Mission „Klasse halten“ erfolgreich erreicht werden können. Wer Lust hat, das mit seinen Anfeuerungen zu unterstützen: am nächsten Sonntag, 25.9.2022  geht es gegen Humann Essen IV (11 Uhr, Gymnasium Wolfkuhle) und am übernächsten Samstag, 1.10.2022 geht es im heimischen Krupp Gymnasium gegen den Lüner SV um die nächsten Punkte!

Westdeutsche Meisterschaften der männlichen U14: RTV holt Bronze!

Am vergangenen Wochenende fanden in Erkelenz die Westdeutschen Meisterschaften der männlichen U14 statt. Der RTV hatte sich mit einem auch für diese Altersklasse sehr jungen Team überraschend als Gruppenkopf qualifiziert. Im 7er Kader (in der U14 wird 4 gegen 4 gespielt) stand mit Paul Oheim nur ein Spieler des Jahrgangs 2009, während Julius Clouth, Moritz Clouth, Fynn Duemont, Jonathan Fischer und Magnus Kindermann als 2010er noch U13 und Til Piskun als 2011er sogar noch U12 spielen dürfen.

gute gelaunt und erfolgreich, die U14 des RTV

In der Vorrundengruppe hatte man mit dem als Ausrichter qualifizierten Erkelenzer VV ein gutes Auftaktlos gezogen. Beim 25:8 und 25:13 wurde der Rumelner Nachwuchs nicht gefordert, alle Spieler bekamen erste Einsatzzeiten und konnten so die Anfangsnervosität ablegen.

Dass dies nicht ganz gelungen war, zeigt sich dann im zweiten Gruppenspiel gegen die SG Sendenhorst. Rumeln erzeugt wenig Aufschlagdruck bei vielen Aufschlagfehlern, so dass ein sehr quirliger Gegner ab Mitte des ersten Satzes davonziehen konnte und diesen mit 25:18 gewann. Zum ersten Mal im Turnier standen die jungen Spieler des RTV unter Druck und meisterten diese Situation bravourös. Mit Beginn des zweiten Satzes kamen die Aufschläge, im Spielaufbau wurde genauer und im Angriff variabler agiert und der Gegner so dauerhaft gefordert. Mit 25:12 und 15:8 setzte sich der RTV verdient 2:1 durch und vermied damit im Viertelfinale eine Paarung gegen einen Sieger der anderen Gruppen. Zugelost wurde mit dem TuB Bocholt ein Gruppenzweiter.

Dieser erwies sich als mindestens gleichwertig. Die Bocholter Jungs waren körperlich aufgrund Ihres durchweg aus 2009er Spielern bestehenden Kaders überlegen und konnten so insbesondere am Netz immer wieder die Rumelner ausstechen. Diese hielten mit mannschaftlicher Geschlossenheit dagegen und verteidigten ihr Feld mit großem Kampfgeist. Dazu Spielwitz im Angriff sowie weiterhin gute Aufschläge führten zu einem relativ ungefährdeten Satzgewinn mit 25:19. Im zweiten Satz jedoch setzte sich Bocholt immer häufiger im Angriff durch und konnte die Rumelner Angriffsversuche seinerseits immer besser verteidigen. Nach einem überdeutlichen Rückstand konnten die eingewechselten Paul Oheim und Julius Clouth dazu beitragen, dass es am Ende mit 18:25 enger wurde, als es lange Zeit aussah.
Den Schwung aus der Schlussphase des zweiten Satzes konnte der RTV allerdings nicht mit in den dritten Satz nehmen. Bei 4:8 wurden die Seiten gewechselt und als kurz danach auch noch Til Piskun nach einer Kollision mit einem Mitspieler blutend ausgewechselt werden musste, sah es nach einer Niederlage für den RTV aus. Doch der eingewechselte Moritz Clouth füllte die Lücke sofort sehr gut aus und die junge Truppe nutzte einsetzende Siegesgewissheit der Bocholter ab 6:11 aus und konnte kurz später auf 11:11 ausgleichen. Nun entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, in dem die Bocholter nervöser wirkten als die jüngeren Rumelner. Rumeln hatte den ersten Matchball bei 14:13, dann wechselte die Führung und Bocholt hatte Matchball bei 16:15. Dieser wurde souverän abgewehrt und bei 17:16 setzte ein Block von Fynn Duemont den vermeintlichen Schlusspunkt. Der Schiedsrichter bewertete die Szene jedoch anders und es stand 17:17. Erneut behielten die Rumelner erstaunlich stabil die Nerven und erspielten sich über Jonathan Fischer in Annahme und Angriff bei einem präzisen Zuspiel von Magnus Kindermann ihren dritten Matchball. Dieser wurde genutzt und der Jubel über den sensationellen Halbfinaleinzug bei Spielern, Betreuern und den lautstarken Fans (Eltern) auf der Tribüne kannte keine Grenzen.

Im Halbfinale am Sonntag spielte dann eine reine U13 des RTV, da Paul Oheim leider nicht mehr teilnehmen konnte, gegen den großen Turnierfavoriten VV Humann Essen. Die Humänner bewiesen vom Start weg, warum sie Favorit für den Turniersieg waren und führten schnell 10:0. Danach legten die RTV-Jungs ihre Nervosität jedoch ab und hielten mit. Im ersten Satz reichte es somit immerhin noch zu 13 Punkten. Im zweiten Satz wehrten sich die Rumelner Jungs weiter tapfer gegen die Übermacht der Essener und hielten das Spiel ausgeglichen. Mitte des Satzes zog Humann dann leicht davon und brachte das 25:19 souverän und verdient ins Ziel. Die RTV-Jungs waren jedoch keineswegs enttäuscht, da sie nach dem Fehlstart eine hervorragende Leistung gebracht hatten und von allen Gegner der Humänner die meisten Punkte ergattern konnten.

Angestachelt vom guten Halbfinale gingen die RTVler ins kleine Finale um die Bronzemedaille gegen TVE Vogelsang. Es entwickelte sich ein umkämpftes und enges Spiel, bei dem sich keine der Mannschaften deutlich absetzen konnte. Vogelsang führte bis zur Satzmitte stets mit ein bis zwei Punkten, danach waren meist die Rumelner Jungs leicht vorne. Folgerichtig hatten diese dann auch bei 24:23 den ersten Satzball, bei dem Til Piskun eine tolle Abwehraktion zeigte, die exakt auf der Vogelsanger Grundlinie endete. Die Freude über die 1:0 Satzführung war groß, doch im zweiten Satz ging es genauso weiter. Kein Team konnte sich absetzen, in der Satzmitte vergaben die Rumelner mehrere gute Chancen um die leichte Führung auszubauen, worauf Vogelsang auf 16:20 davonziehen konnte. Der RTV kämpfte sich jedoch wieder heran und führte seinerseits 23:22, zwei Aufschlagwinner der Vogelsanger beendeten jedoch den Satz zum 23:25. Auch in Satz 3 startete Vogelsang zunächst dominant, wie aber auch in den engen Phasen zuvor gegen Sendenhorst und Bocholt ließen sich die Jungs vom RTV davon nicht herunterziehen, sondern hielten dagegen und konnten aus einem 2:5 bis zum Seitenwechsel ein 8:5 erspielen. Nach dem Seitenwechsel geschah etwas für diese Altersklasse extrem ungewöhnliches, denn ohne einen Aufschlagfehler setzte sich zehn Mal in Folge die annehmende Mannschaft durch. So konnten die RTV-Jungs die 8:5-Führung im Stile einer routinierten Mannschaft auf 13:10 transportieren. Nun kam die große Stunde von Julius Clouth, der von der Ersatzbank kommend direkt mit einem Servicewinner auf 14:10 und damit Matchball stellte. Ein weiterer starker Aufschlag führte zu einem Dankeball des Gegners, den Fynn Duemont letztlich mit einem Angriff zum 15:10 nutzte und damit den Sieg und die Bronzemedaille sicherte. In einem Wettbewerb gegen überwiegend ein Jahr ältere Spieler kam diese Medaille einer Riesenüberraschung gleich. Insbesondere der Teamgeist und die Ruhe in engen Spielphasen waren dabei eine reife Leistung.

Mit Ausnahme von Paul Oheim steht für alle Spieler in drei Wochen nun auch noch die U13 Meisterschaft an, bei der mit den Jüngsten des RTV bei einer ähnlich starken Leistung sicher zu rechnen sein wird.

Bronze für die jungen Wilden des RTV, ein toller Erfolg!

Bericht: F. Fischer

Westdeutsche Meisterschaften: Starker vierter Platz für die männliche U18!

Am ersten Aprilwochenende machten sich die U18 Jungs des RTV auf den Weg nach St. Augustin, wo die Rhein-Sieg Volleys die zwölf besten Teams aus NRW zur westdeutschen Meisterschaft begrüßten. Nachdem der RTV in der Oberliga auf Platz 2 landete und anschließende souverän die Quali A und etwas überraschend auch die Quali B ohne Niederlage gewann, konnte man durchaus mit Selbstbewusstsein antreten, denn zum ersten Mal in der laufenden Saison stand den Coaches Tom Hikel und Marc Kindermann der volle Kader zur Verfügung.  Zuvor waren abwechselnd durch Auslandsaufenthalt (Marten Kindermann), Verletzung (Levi Weissenbach) und Bundesstützpunkt-Wechsel (Julian Hikel) immer wieder wichtige Eckpfeiler nicht verfügbar.

Im ersten Gruppenspiel am Samstagmorgen hieß der Auftaktgegner FCJ Köln. Mit einer konzentrierten Leistung gewannen die RTV Jungs souverän mit 25:16 und 25:21 und gingen so gut vorbereitet ins Derby gegen den Moerser SC. Dort startete man furios und konnte überlegen den ersten Satz mit 25:14 gewinnen. Im zweiten Durchgang stockte dann der Motor gegen stärker werdende Moerser und man lief praktisch die gesamte Zeit einem Rückstand hinterher, doch in der Endphase konnte der Satz noch zum 25:23 gedreht werden. Damit war der Gruppensieg perfekt und im Viertelfinale wurde dem RTV die SG Aachen zugelost. Ein auf dem Papier gutes Los, denn in der Quali A konnte man diesen Gegner glatt besiegen, doch dieses Mal mussten die Rumelner gegen den stark spielenden Gegner nach 25:19 und 23:25 in den Entscheidungssatz, wo sie nach dem Seitenwechsel den entscheidenden Vorsprung herausspielen konnten und damit den Einzug ins Halbfinale perfekt machten.

In der Runde der letzten Vier wartete dann am Sonntagmorgen der PTSV Bielefeld. In der Quali B konnten die RTV Jungs im gleichen Duell noch einen ganz knappen Sieg verzeichnen, doch dieses Mal reichte es in einem relativ deutlichen Spiel gegen den späteren Vizemeister leider nicht. Im abschließenden Spiel um Platz 3 gegen den Dürener TV zeigten die RTV Jungs nochmal eine starke Leistung, auch wenn am Ende eine knappe 23:25 und 20:25 Niederlage zu Buche stand.

Trotz der beiden abschließenden Niederlagen fällt das Fazit der Rumelner Verantwortlichen absolut positiv aus, denn die RTV-Equipe war mit Anstand das jüngste Team im Turnier (die komplette Mannschaft kann im nächsten Jahr erneut U18 spielen) und schaffte es trotzdem ins Halbfinale. Für den RTV spielten Jonas Schmidt, Eric Ly, Mats Mogendorf, Julian Hikel, Kai Thiedmann, Marten Kindermann, Hugo Langenscheidt, Jascha Kuhn, Levi Weissenbach und Julius Reckeweg.

Bericht: T. Hikel

NRW-Meisterschaften U15 männlich: RTV-Jungs werden Vizemeister!

Am vergangenen Wochenende standen in Bochum-Höntrop die NRW-Meisterschaften der U15 männlich auf dem Programm. Diese in dieser Saison als Folge der Corona-bedingten Pause in den letzten beiden Jahren einmalig durchgeführte Altersklasse wird mit 4 gegen 4 gespielt. Die Rumelner Jungs aus dem Jahrgang 2008 hatten gemeinsam mit dem 2007er Jahrgang zwei Wochen zuvor die Titelkämpfe der U16 gewonnen und gingen somit selbstbewusst an die Aufgabe heran. Allerdings fehlte der etatmäßige Zuspieler Len Kenkmann verletzungsbedingt, so dass neben Jonathan Bungert, Jan Czehak, Florian Fischer, Tom Richterich und Tom Wichmann mit Magnus Kindermann und Jonathan Fischer noch zwei Jungs aus der U13 den Kader verstärkten. Magnus Kindermann übernahm dabei die Rolle des Zuspielers und füllte diese hervorragend aus.

die erfolgreiche männliche U15 des Rumelner TV

In der Vorrunde erwischten die RTVler einen guten Start gegen den Gastgeber TB Höntrop. Mit druckvollen Angaben und sicherem Aufbauspiel wurde der erste Satz deutlich mit 25:16 gewonnen und auch im zweiten Satz lag man schnell mit 9:3 vorne. Danach schlichen sich jedoch erste leichte Fehler ein und Mitte des Satzes konnte Höntrop nicht nur ausgleichen, sondern auch vorbeiziehen. Der Satz ging klar an Höntrop und auf Rumelner Seite breitete sich Unsicherheit aus. So wurde auch aus einem 4:1 im dritten Satz ein 6:8 beim Seitenwechsel. Bei 7:10 sah es bereits so aus, als würde der Turnierstart in die Hose gehen. Gerade noch rechtzeitig besannen sich die Rumelner jedoch Ihrer Stärken und spielten nun wieder aggressiv auf. Der Satz konnte zum 15:12 gedreht werden.

Damit vermied der RTV ein frühes „Alles oder nichts“ Spiel in der Vorrunde gegen das starke Team von VOR Paderborn. Diese hatten Höntrop deutlich 2:0 geschlagen, so dass es nun zum Gruppenendspiel kam. Es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel mit Aufs und Abs auf beiden Seiten. Den knappen ersten Satz gewann Paderborn 25:22, den zweiten gewannen die Rumelner souverän mit 25:14. Im dritten Satz schwächelte dann leider die Annahme beim RTV, so dass dieser deutlich mit 15:8 an Paderborn ging.

Damit war Rumeln nun auf etwas Losglück angewiesen, da die Gruppenzweiten für das Viertelfinale den Gruppensiegern zugelost werden und man ungern gegen die Topfavoriten aus Moers oder Essen antreten wollte. Das Losglück blieb aus und wie bereits bei der U16 Meisterschaft kam es im Viertelfinale zum Lokalderby gegen den Moerser SC. Während Rumeln jedoch in der U16 als Favorit in die Partie ging, war man nun krasser Außenseiter. Moers hatte in der gesamten Saison noch kein Spiel verloren und dabei auch den RTV am ersten Oberligaspieltag sehr deutlich mit 2:0 bezwungen. Die Rumelner Jungs agierten nun jedoch vom Druck befreit getreu dem Motto „Wir haben keine Chance, also nutzen wir diese“ und spielten ihr mit weitem Abstand bestes Spiel des Turniers. Florian Fischer war als Aufschlagziel der Moerser in der Annahme gefordert und meisterte diese Aufgabe mit Bravour, Magnus Kindermann zog geschickt die Fäden im Zuspiel und vor Allem Jonathan Bungert war immer wieder im Angriff erfolgreich. Dazu entdeckte vor Allem Jan Czehak in der Abwehr – eigentlich nicht seine Kernkompetenz – ganz neue Tugenden. Gepaart mit druckvollen Aufschlägen entwickelt sich im ersten Satz ein enger Schlagabtausch, den der RTV in der spannenden Schlussphase des Satzes mit 25:21 für sich entscheiden konnte. Als die Rumelner dann im zweiten Satz den Aufschlagdruck sogar Mitte des Satzes noch erhöhen konnte, brach der Widerstand des MSC und der RTV gewann auch den zweiten Satz mit 25:15. Eine Riesenüberraschung gleichbedeutend mit dem Einzug ins Halbfinale!

Dort wartete der Meckenheimer SV. Es entwickelte sich vom Start weg ein enges Spiel. Meckenheim glänzte durch gute Abwehraktionen, starke Aufschläge und viele erfolgreiche Finten im Angriff. Die Führung wechselte ständig, bis bei 23:22 der eingewechselte Tom Wichmann mit zwei starken Aufschlägen das Pendel in Richtung des RTV ausschlagen ließ. Im zweiten Satz hatten sich die Rumelner in der Verteidigung besser auf die Spielweise der Meckenheimer eingestellt, gerieten jedoch aufgrund sehr vieler Aufschlagfehler ins Hintertreffen und liefen Mitte des Satzes einem 4-Punkte-Rückstand hinterher. Der eingewechselte Tim Richterich war es dann, der wesentlichen Anteil an der Aufholjagd hatte. Zunächst mit guten Aufschlägen und in der entscheidenden Satzphase ab 22:22 dann mit einem erfolgreichen Angriff und einem erfolgreichen Lob führte er das junge Team zu einem 25:23 und damit zum zweiten NRW-Finale innerhalb von zwei Wochen.

Dort wartete dann der VV Humann Essen. Die „Humänner“ waren problemlos durch das Turnier spaziert und damit hoher Favorit. Die Rumelner wollten mit einer Einstellung und Spielweise wie gegen Moers versuchen, auch diesen Favoriten zu ärgern. Anfangs gelang dies hervorragend. Aufschlag, Block und Feldabwehr agierten stark und so zogen die Rumelner gegen gut aufspielende Essener auf 16:12 davon. Die dann folgende Phase entschied jedoch den Satz und letztendlich auch das Spiel zugunsten der Essener. Zunächst tippte ein Diagonalangriff der Essener vier Mal auf die Netzkante und fiel dann genau auf die Seitenlinie. Danach ein As der Humänner und die ersten beiden Unaufmerksamkeiten im Spiel der RTVler und der Vorsprung war dahin. Nun schlugen die Essener serienweise stark auf und der RTV konnte sich nur noch selten befreien. Ein 18:25 war die Folge. Im zweiten Satz spielten die Rumelner gut auf, waren jedoch gegen den verdienten U15-Meister Humann Essen chancenlos.

Nach kurzer Enttäuschung über ein verlorenes Finale wechselte die Stimmungslage wieder auf Feierlaune, da die Silbermedaille ein unerwartetes Top-Ergebnis darstellte. Als zusätzliches Bonbon wurde Jonathan Bungert abschließend noch als MVP des Turniers ausgezeichnet.

Bericht: F. Fischer