Herren III: Achterbahnfahrt der Gefühle

Herren III gewinnt gegen den Verberger TV II mit 3:2

Am Samstag stand ein wichtiges Spiel gegen den Verberger TV an. Die dritte Mannschaft des Rumelner TVs war gewillt das Spiel zu gewinnen und es als Wiedergutmachungs-Chance anzusehen, da die junge Mannschaft um Trainer Markus Lensing am letzten Spieltag eine 2:0 Führung gegen den Kevelaer SV verspielt und am Ende noch 3:2 verloren hatte. Somit ging es am Samstagnachmittag nach Krefeld, um den nächsten Saisonsieg einzufahren. Man erwartete eine starke Verberger Mannschaft, welche stets versucht ein Spiel mit allen möglichen Mitteln zu gewinnen.

Nach einem intensiven Aufwärmen und Einschlagen ging die Partie endlich los. Zu Beginn war das Spiel ausgeglichen und beide Mannschaften erspielten sich stets spektakuläre Punkte. Alle Punkte im ersten Satz waren sehr umkämpft, sodass sich keine Mannschaft richtig absetzen konnte. Zwischenzeitlich stand es 25:25. Dann Punkt für Rumeln: 26:25. Auszeit Verberg, dann 27:25 für Rumeln. Somit gewann die dritte Herren den ersten Satz.

Doch der zweite Satz sollte deutlicher von unseren Jungs gewonnen werden. Die junge Mannschaft begann stark. Durch eine starke Annahme unseres Liberos und einem variables Zuspiel und dementsprechend vielen wuchtigen Angriffen konnte sich die dritten Herren zwischenzeitlich einen Spielstand von 18:7 erspielen. In diesem Satz hatte der Verberger TV nur noch geringe Chancen auf den Satzgewinn, deshalb begannen die gegnerische Mannschaft mit unfairen Mitteln Zuspiel und den Jungs durch gemeine Sprüche und Gestiken die Konzentration zu rauben. Doch dies gelang dem Verberger TV nicht und durch gute Blockaktionen konnten sich die Jungs auch den zweiten Satz mit 25:11 sicheren.

Nun waren die Jungs gewillt auch den dritten Satz und somit das gesamte Spiel zu gewinnen. Der dritte Satz begann, wie der erste Satz, ausgeglichen und jeder Ballwechsel war hart umkämpft. Leider konnte die dritte Mannschaft diesen Satz nicht gewinnen, obwohl die Jungs auch Matchbälle hatten. Der Verberger TV gewann diesen Satz mit 29:27.

Im vierten Satz ging es leider so weiter. Der Verberger TV erspielte sich schnell einen Vorsprung von 10:23. Es war klar, dass unsere Jungs den Satz nicht mehr gewinnen konnten, aber trotz alldem kämpfte sich die Junge Mannschaft noch heran, aber verlor dennoch den Satz mit 25:18.

Somit musste der Tiebreak über den Sieger des Spiels entscheiden. Unsere Jungs begannen stark und konnte sich schnell ein 5:0 Führung erspielen, welche sie nicht mehr los gaben und den Satz mit 15:10 gewannen und somit das gesamte Spiel.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die junge Mannschaft, welche zum Großteil aus Spielern der U18 besteht, gut gegen eine schwer zu schlagende Mannschaft durchsetzen konnte. Des Weiteren war dieses Spiel ein wichtiges Spiel, um sich auf die westdeutschen Meisterschaften vorzubereiten, für welche sich die U18 Anfang Februar qualifiziert hatte.

Bericht: Jonas Gerzar

Herren VL: souverän zu Ende gezittert!

Gegen den Tabellenkeller pfui, gegen die Tabellenspitze hui. Das ist die Bilanz der letzten Wochen und so war es auch im Match gegen den Tabellendritten von der TVG Holsterhausen. Es scheint, als könnten die Spiele gegen die SG für die Gegner sowohl im Abstiegskampf, als auch beim Thema Aufstieg das Zünglein an der Waage sein. Nur die SG selber hält sich im gesicherten Mittelfeld auf und lässt ab und zu mal ihr Potential aufblitzen.


Die Ansage vom Trainer war klar, mehr Konzentration und Körperspannung schon beim Aufwärmen war gefordert. Das 15-minütige Warm-Up auf dem Feld war dann auch schon deutlich intensiver als in der letzten Woche beim verlorenen Match in Bedburg-Hau. Und genau so ging es gegen die erfahrene Truppe der TVG Holsterhausen los. Bei eigener Angabe sehr konzentrierte Blockarbeit, auch dadurch einige gute Abwehraktionen und im Angriff über alle Positionen erfolgreich. Lediglich ein paar Fehlangaben trübten den ansonsten sehr guten Eindruck. Die Hausherren immer deutlich vorne und mit 25:18 auch genauso deutlich im Satzziel.


Satz zwei dann zunächst ähnlich, aber ohne die große Dominanz der Duisburger. Zwar immer mit zwei bis drei Punkten in Führung liegend, fehlten aber in allen Aktionen so ein paar Prozent. Die Annahme rutschte schon mal ein wenig zur Seite, dadurch weniger Optionen im Angriff und die Essener konnten einige gute Blockaktionen setzen. Gegen Ende des Satzes bei 21:19 dann zusätzlich etwas Unruhe auf dem gesamten Feld, zumeist ausgelöst durch die erfahrenen Jungs auf der anderen Netzseite. Sie waren mit der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung nicht einverstanden und nutzten das auch zum „smalltalk“ am Netz. Es schien so, als ob diese Unruhe die SG noch ein wenig mehr aus dem Tritt bringen würde, leichte Fehler wieder in Spielaufbau und Abschluss, die Gegner führten plötzlich und hatten Satzball. Der nun folgende Krimi mit permanent wechselnden Satzbällen war nichts für schwache Nerven. Satzball hier, aber perfekte und erfolgreiche Aktion da. So ging das hin und her, alle zwei Bälle wechselte die Option des Satzgewinns. Am Ende aber das durchaus glückliche Ende für die Blau-Roten. 30:28 Punkte brauchte es, um den zweiten Satz zu entscheiden.

 

Zum „Glück“ für die Nerven der Zuschauer war der dritte Satz dann nicht mehr so spannend. Die SG musste sich offensichtlich erst mal erholen und streute großzügig eigene Fehler ein. Aber das kennt der geneigte SG-Fan (und Trainer) ja schon, ohne diese spielerischen Auszeiten ständen sicher auch ein paar mehr Ligapunkte auf der Habenseite. 16:25 das ernüchternde Ergebnis des dritten Durchgangs. Viel Hektik und Unruhe auf dem Feld, auch dadurch wenig Präzision und Durchschlagskraft.

 

Der Seitenwechsel wurde vor allem zur Beruhigung der Truppe genutzt. Das Wissen um die eigenen Stärken wieder mehr in den Focus nehmen war die Devise. Und so steigerte sich die Heimmannschaft auch tatsächlich, aber auch Essen hatte sich jetzt auf das Duisburger Spiel besser eingestellt. Sie schafften nach wie vor gute Blockaktionen und holten auch in der Feldabwehr deutlich mehr Bälle, als in den ersten beiden Durchgängen. Die SG spielte in der Offensive wieder variabler, machte mit den Angaben schon gut Druck und konnte ebenfalls einige krachende Blocks oder gute Abwehraktionen setzen. So blieb es ein knappes Zitterspiel mit maximal einem Punkt Vorsprung im schönen Wechsel, zumeist war Gleichstand auf der Anzeigetafel zu lesen. Das ging so bis zum 18:18, dann erstmalig bei 21:18 eine Dreipunkteführung für die Duisburger. Das kurze Aufbäumen auf der anderen Seite kam dann zum Glück zu spät, mit 25:21 brachte die SG den 3:1 Sieg nach Hause.

Damit bleibt die SG weiter Tabellenvierter und ist punktemäßig im sicheren Niemandsland der Tabelle angekommen. Nach oben wird es nicht mehr reichen, das war aber auch nie Ziel der ersten SG Saison. Nach unten ist der Abstand so groß, dass es jetzt nur noch darum geht, im großen Mittelfeld der Liga weiter einen der oberen Plätze zu ergattern. Da geht es sehr eng zu und der nächste Gegner der SG möchte da sicher auch noch ein wenig mitmischen. Zumal bei der ART Düsseldorf II der Punkteabstand zur Abstiegsrelegation noch nicht ganz beruhigend ist und sie mit der knappen 2:3 Niederlage gegen Tabellenführer Verberg an diesem Wochenende ein kleines Ausrufezeichen gesetzt haben. Wie das Spiel nächste Woche in Düsseldorf ausgeht, kann also niemand sagen, sicher ist aber, dass der Spielplaner des WVV kein Karnevalsfan sein kann. Am Karnevalssamstag ein Spiel anzusetzen ist das eine. Die SG wird wegen Urlaub und jecken Spielern zum ersten Mal mit deutlich reduziertem Kader antreten müssen. Dass aber das ganze zusätzlich zur besten Karnevalsumzugszeit am Samstagnachmittag in Düsseldorf-Mitte stattfindet, macht das Ganze zu einem kleinen Karnevalsabenteuer. Wir werde es annehmen, Helau!

 

Herren VL: der 6. Satz war der Beste!

Wenn der „Gegner“ (bei dem einige Spieler eine „Duisburger Volleyball-Vergangenheit“ haben) schon im Vorfeld zur Party danach einlädt, wenn dann davor der freundschaftliche, aber durchaus ernsthafte Fight über 5 Sätze geht und wenn dann die Gastmannschaft noch die überwiegende Zahl der Punkte beim in der Tabelle deutlich schlechter platzierten Gastgeber lässt, dann kann man trotz allem eigentlich nur von einem gelungenen Spieltag sprechen. Auch, wenn es aus SG-Sicht nicht zum Sieg gereicht hat!

Mit der sympathischen Truppe aus Bedburg-Hau pflegt der FSD-Teil der SG schon länger freundschaftliche Beziehungen, kennt man sich doch gut und hat in Teilen in unterschiedlichen Teams schon zusammengespielt. Daher war die im Hinspiel ausgesprochene Einladung zu einem „Nachspiel, wenn Ihr nach Bedburg-Hau kommt“ gerne angenommen worden. Und ähnlich fröhlich und unbeschwert ging auch das Spiel los. So ein paar Prozent fehlten der SG immer, nicht ganz so genaue Pässe, Eigenfehler im Angriff und verschlagene Angaben waren ein Indiz dafür. Bedburg-Hau spielte gut, aber nicht übermächtig, es reichte aber zur ständigen Führung bis zum 21:25 aus SG-Sicht.

Seitenwechsel, kurzes Einschwören à la „jetzt aber volle Konzentration“, allein genau das Gegenteil passierte. Duisburg machte alle Punkte, wirklich gute Offensivaktionen wechselten mit leichten Fehlern, leider im Verhältnis 1:2. Folgerichtiger Spielstand gegen Ende des Satzes: 15:24, Angabe bei der SG. Unglaubliche 10 Angaben und 10 sehr guten Block- oder Abwehraktionen später stand es für alle in der Halle unfassbar 25:24, und mit 27:25 wurde ein von niemandem möglich gehaltener Satzgewinn eingefahren. Auf einmal war alles wieder da, Beweglichkeit, Spielwitz und Stimmung.

Das Hoch hielt allerdings nur bedingt, alte Fehlermuster blitzen zum leidwesender der mitgereisten Duisburger Zuschauer immer noch mal auf, aber Satz drei wurde mit 25:21 dann doch relativ sicher nachhause gebracht. 2:1 Satzführung, dass muss es doch jetzt gewesen sein. Dachten die Duisburger, dachten vielleicht sogar auch die Gastgeber. Aber irgendwie können die SG-ler in dieser Saison nicht langweilig und haben immer ein Herz für die andere Netzseite. Leichte Fehler, fast geschenkte Punkte, manche auch Unglücklich durch Netzroller oder ähnliches. Bedburg-Hau wurde wieder aufgebaut und schnupperte Morgenluft. So belebend, dass sie wenig bis keine und Duisburg zu viele Fehler machten, 21:25 der Satzausgleich.

Satz 5, Entscheidung in wenigen Minuten, zum Glück mit gutem und druckvollem Start der SG. 6:4 die Führung, alles schien zu laufen, dann zog irgendjemand wieder den Stecker. Nichts, aber auch wirklich nichts lief mehr, das finale Ergebnis von 7:15 zeugt davon eindrucksvoll.

Das anschließende Shake-hands am Netz war dann der nahtlose Auftakt zur schon beschriebenen Party danach, tolle Sache, hoher Spaßfaktor und vor allem feucht-fröhlich ;-). Bilder davon sind leider nur sehr wenige und schon gar keine zeigbaren überliefert…

Der Abend dauerte also noch lang, sehr lang vor allem wenn man bedenkt, dass der WVV-Kalender noch ein kleines Zusatzspiel für beide Teams am Sonntag beschert hatte. Bezirkspokal des WVV, Gegner der Duisburger war die Drittligamannschaft der Solingen Volleys. Ein Bonusspiel ohne große Erwartungen und so verkaufte sich die SG auch. Im ersten Satz schienen die Solinger den Underdog aus der Verbandsliga noch ein wenig zu unterschätzen, die Duisburger konnten mit 25:19 gewinnen. Dann machten die Favoriten Ernst und nur im vierten Satz gab es noch mal ein paar Chancen für die SG. Mit 25:14, 25:14 und 25:20 gewann die deutlich klassenhöhere Mannschaft sicher und verdient.

Für die SG geht es in der Liga mit einem Heimspiel gegen den Tabellendritten TVG Holsterhausen weiter. Gespielt ist vielleicht sogar wird am Samstag, 23. Februar 2019 ab 18 Uhr im Steinbart Gymnasium. Wenn die Blau-Roten dann an ihre letzten, besseren Spiele mit hoher Konzentration anknüpfen können, ist vielleicht sogar die Revanche für das unglücklich verlorene Hinspiel möglich. Wer nicht kommt, wird es nicht miterleben ;-)!

Herren: VL: Mühsame Rückkehr zum Ligaalltag, LL-Truppe verliert erneut

Nach dem emotionalen Highlight der Vorwoche mit dem rasanten Sieg gegen den Tabellenführer war die Aufgabe für die Verbandsliga-Truppe in dieser Woche gegen den Tabellenletzten aus Haan klar. Drei Punkte sollten es sein, nichts verschenken und die guten Leistungen bestätigen. Drei Punkte wurden es dann auch, nicht glanzvoll, aber Auftrag erfüllt.

Bei der LL-Reserve dagegen ist der Abstieg wohl kaum noch zu verhindern. Wieder mal hatte die Truppe trotz eines zahlenmäßig großen Kaders alle Mühe, ein spielfähiges Team auf die Beine zu stellen. Ein roter Faden, der sich in Training und Spielen durch die ganze Saison zieht, das war sicher anders geplant.

In etwa wie geplant läuft es dagegen beim Verbandsligateam. Die Truppe hat sich einen gesicherten Platz im oberen Drittel erkämpft, schöpft aus einer großen Spielerdecke mit der richtigen Einstellung zum Team und zeigt (ab und zu ;-)) auch mal das Potential, welches in ihr schlummert. Genauso ab und zu war es im Spiel gegen das Tabellenschlusslicht vom Haaner TV. Schwieriger und holpriger Beginn, ein durchaus knapper Mittelsatz und das souveräne Ende.

Der Beginn war mühsam und eichhörnchenmäßig. Obwohl im Vorfeld die üblichen Sprüche von wegen „jeden Gegner ernst nehmen“ und „genau so konzentriert spielen“ ausgiebig diskutiert wurden, kamen die blau-roten doch nicht so richtig in den Tritt. Hier ein paar Ungenauigkeiten in der Annahme, da ein wenig zu unbeweglich in der Feldabwehr. Dazu einige direkte Angriffe in den Block, die entscheidenden paar Prozent fehlten, Haan blieb auf Augenhöhe bis zum 15:15. Dann aber doch zwei, drei gelungene Aktionen mit deutlich mehr Zug, eine klarerer Körpersprache und die entscheidenden Punkte zum 25:22 waren erzielt.

So ging es dann in Satz zwei auch erst mal weiter. Die Annahme war nun stabiler und wirkte souverän, die Angriffe variabler und genauer und die Feldabwehr holte einige Bälle, die im ersten Satz noch auf den Boden gefallen wären. Die Hausherren setzten sich ab, bei 20:13 schien auch dieser Satz entschieden. War er aber leider nicht, und das lag an zwei Faktoren. Zum einen an einer durch den Trainer vorgenommene, spielerische und taktische Umstellung bei der SG, die nicht so recht funktionierte. Zum anderen aber auch an einem sehr aufschlagstarken Haaner Spieler, der nun eine Serie krachender Angaben im Feld der Duisburger platzierte. Bei 22:23 drohte der Satz tatsächlich noch mal zu kippen, doch die Duisburger Jungs schafften die Wende und machten, wenn auch erst in der Verlängerung, mit 26:24 den zweiten Satz klar.

Damit war der Bann gebrochen. Alle schienen wach und deutlich fokussierter, Haan konnte nicht mehr mithalten und auch die Mitte des Satzes erneut vorgenommene personelle und taktische Umstellung hatte jetzt keinen Einfluss mehr auf den Spielverlauf. Mit 25:10 ging Satz drei und damit das Spiel zu Ende.

Damit steht die SG weiterhin auf einem guten vierten Platz. In der nächsten Woche warten dann zwei schwere Aufgaben auf das Team. Am Samstag geht es erst auf den Weg nach Bedburg-Hau, um am Abend um 19:00 Uhr gegen den dortigen SV zu bestehen. Die Bedburger stecken ebenfalls im Tabellenkeller etwas fest, haben aber zuletzt gegen die Spitzenteams aus Verberg und Moers zumindest punkten können. Keine 24 Stunden später steht dann um 12 Uhr in Essen das WVV-Pokalspiel gegen den Drittligisten Solingen an. Teil eins des Wochenendes ist Pflicht, Teil zwei dagegen Bonus mit Erinnerungen an die letzte WVV-Pokalrunde, wo die SG ja durchaus eine paar Highlights setzen konnte ;-)!

TV Voerde gegen SG Duisburg 3:0 (25:14 25:19 25:19)

Das letzte Aufgebot!

Bedingt durch Krankheit, Verletzung und Verhinderung fuhren gerade mal 7 Spieler plus Spielertrainer und Co-Trainer zum Auswärtsspiel nach Voerde. In der Anfangsphase ging es noch hin und her. Aber schnell konnte sich Voerde absetzen und den Satz sicher gewinnen. Der einzige SG-Diagonalspieler verletzte sich dann auch noch an der Kapsel und konnte nicht weiter spielen. Im 4-2-System spielte die SG dann weiter und konnte in Phasen sogar gut mitspielen. Aber wieder mal schlichen sich zu viele direkte Eigenfehler ein und das Spiel ging letztlich klar verloren.

Herren VL: Was! Für! Ein! Spiel!

2h 15 Min Spieldauer, 109:105 Bälle, 3:2 Sätze! Das sind die nackten Zahlen! Zahlen zu einem rasanten und denkwürdigen Spiel, in dem sich beide Mannschaften in langen Rallyes nichts schenkten, frenetisch angefeuert von zahlreichen, lautstarken und trommelnden Fans aus beiden Lagern! Am Ende konnte die SG den Tabellenführer aus Verberg niederkämpfen und zumindest für diesen Spieltag vom Thron schubsen.

Ganz anders dagegen bei der LL-Reserve, hier lief auch gegen den Tabellenletzten nicht viel zusammen, jetzt wird es ganz eng und es muss schon ein kleines Wunder geschehen, will man die Liga noch halten.

Die Geschichte der ersten beiden Sätze der VL-Truppe beim Heimspiel gegen den Nachbarn aus Verberg ist schnell erzählt, braucht man doch im Prinzip nur die Berichte der letzten Wochen durchzulesen. Eigentlich ganz gut (mit)gespielt, aber bei ca. 6-8 Fehlangaben und mit zusätzlich einigen direkt ins Aus oder ins Netz geschlagenen Bällen kann man nicht gewinnen. Dabei spielten die Duisburger Jungs gar nicht mal so schlecht, aber eben mal wieder nicht konstant genug. Auch vorgenommene Spielerwechsel brachten nicht den gewünschten Erfolg, 19:25 und 23:25 die logischen Satzverluste.

Dann kam der dritte Satz! Weitere Wechsel, weiter keine Änderung. Trotzdem 0:7, fahrige Annahme, nichts lief. Weitere Wechsel, dieses Mal nicht nur positionsgerecht, sondern mit taktischen Varianten. Die schienen tatsächlich leicht zu fruchten, 6:9 der Zwischenstand. Dann wieder eine totale spielerische Auszeit auf dem SG-Feld, 7:13. Plötzlich aber Tiefschlaf beendet, stabile Annahme, variables Zuspiel und bei 17:16 erstmals die Führung. Und zum Glück für die Nerven von Trainer und Zuschauer hielten die Blau-Roten dieses Niveau bis zum Satzende, puschten sich gegenseitig und machten mit 25:22 den Sack zu.

Satz 4! Atemberauben spannend, auf des Messers Schneide, hop oder top, das Phrasenschwein wird gefüllt. Bis 16:16 maximal ein Punkt Vorsprung für hüben oder drüben, beide Teams halten in der Regel ihr side-out mit teils hochklassigen Abwehr und Angriffsaktionen. Die Duisburger bekommen dabei zusehends besser Zugriff im Block, können das aber vor allem in den jetzt immer länger werdenden Rallyes nicht immer in Punkte umsetzen. Dann zieht Verberg davon, 18:22, es wird eng. Aber wieder kurz schütteln, beruhigende Auszeit, dann starke Angaben, super Blockarbeit, gefühlt kein Verberger Angriff geht jetzt mehr ohne Blockberührung über das Netz. Dazu eine aufmerksame, schnelle Feldabwehr und ein fantastisches, lautstarkes Publikum (spätere Schwielen an den Händen der Trommler und heisere Glückwünsche sind die Folgen, vielen Dank dafür ;-)). Die Spannung ist riesengroß! Bei 23:23 Ausgleich – 23:24, Matchball Verberg – grandios gekontert und dann den eigenen Satzball geholt – 25:24. Verberg wehrt ab – erneuter Ausgleich. Es ist laut in der Halle, sehr laut! Dieser Satz lässt niemanden ruhig sitzen bleiben. Die spannende Frage nun: zweiter Matchball oder zweiter Satzball? Satzball! Jubel, Trommelwirbel! Und dann: der erlösende Satzgewinn, mit 27:25 sichert sich die Heimmannschaft den Satzausgleich.

Jetzt waren die Jungs heiß. Und genauso spielten sie! Angaben, die in den ersten beiden Sätzen noch so gar nicht klappten, setzten den Gegner sofort unter Druck. Unglaubliche Abwehraktionen, möglich gemacht durch einen geschlossenen und gut arbeitenden Block, wurden mit sehr variablem Zuspiel und cleveren Angriffen „mit Auge“ konsequent zu Ende gespielt. Beim 8:6 Seitenwechsel übernahmen die Gastgeber das erste Mal mit mehr als einem Punkt Vorsprung das Kommando. Von da an hatte Verberg nicht mehr viel zuzusetzen. Es klappte einfach wirklich alles bei den Duisburgern, mit 15:8 wurde Satz 5 und damit der Sieg verdient eingetütet. Unglaublich!

Ein tolles Spiel und Erlebnis für alle, die dabei waren. Eine super Stimmung aus beiden Lagern von der Tribüne, enttäuscht aber fair gratulierende Gegner, die die an diesem Tag etwas bessere Leistung von zwei Mannschaften auf Augenhöhe anerkannten und eine SG Truppe, die endlich mal gezeigt hat, was sie so drauf hat. Dazu eine unglaublich große Zahl von Zuschauern aus beiden Lagern, die mit Trommeln und Gesängen Stadionatmosphäre herbeizauberten.

Die Stärke dieser Truppe ist ihre Stimmung und ihre Flexibilität. 12 Spieler standen auf dem Spielberichtsbogen, alle 12 wurden benötigt, bis sich die an diesem Tag offensichtlich beste Konstellation herausgestellt hatte. Bei anderen Gegnern an andern Tagen wird die Aufstellung wieder anders aussehen müssen, kein Problem, die SG hat das Potential! Sah die Welt vor Weihnachten noch etwas dunkler aus, so haben die Jungs jetzt, auch mit ein bisschen Glück am grünen Tisch, 8 Punkte aus drei Spielen geholt und sind auf einmal wieder Tabellenvierter. Klasse und die Basis für weitere, konzentrierte Arbeit in Training und Spiel. Öffentlich das nächste Mal schon am nächsten Samstag, 9.2.2019, ab 20 Uhr in der Turnhalle des Steinbart Gymnasiums zu begutachten. Dann kommt mit dem TV Haan eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller, das man die aber genauso ernst nehmen muss, wie alle anderen, sollten die SG-Jungs spätestens nach dem verlorenen Spiel gegen Neuss wissen. Aber da war die Stimmung auch noch eine andere ;-)!