Herren VL: und spieltäglich grüßt das Murmeltier…

In allen vier Sätzen deutlich führen, aber nur einmal die Führung ins Ziel bringen, das reicht eben nicht zum Sieg. Wie schon in den letzten Saisonspielen schafft es die Verbandsligatruppe der SG nicht, ihr gutes Anfangsniveau zu halten und den Sack zuzumachen. Die 1:3 Niederlage gegen die durchaus guten Youngsters vom TuB Bocholt III war gefühlt trotzdem anders, als die beiden letzten deutlichen Niederlagen, Stimmung und Kampfgeist sind wieder da!

Etwas besser machte es die Zweitvertretung der SG, die zumindest einen Punkt aus dem Spiel gegen den TB Osterfeld mitnahm aber trotzdem weiter tief im Abstiegskampf steckt.

Bocholt ist ja nicht um die Ecke, mit Autobahnsperrung und bis 45 Minuten vor Spielbeginn noch belegter Halle gestalteten sich die Anreise und das Warmup eher schwierig. Trotzdem gelang den Duisburgern ein guter Start, druckvolle Angaben und vor allem eine aufmerksame Feldabwehr führten zum Zwischenstand von 12:7. Zwei, drei Unaufmerksamkeiten reichten dann aber schon aus, um den sehr jungen Bocholtern Morgenluft um die Nase wehen zu lassen. Sie spielten schnell und oft mit Wucht schnörkellos, holten langsam und stetig auf und hatten bei 19:18 erstmals die Führung inne. Bei 22:22 noch mal etwas Hoffnung für die SG, aber der Spielfluss und der Angriffsdruck des Spielbeginns waren wie weggeblasen, mit 23:25 war der Satz verloren.

Satz zwei ein Spiegelbild des ersten Durchgangs. 17:11 Führung für die Gäste aus Duisburg, 23:25 der Satzgewinn für Bocholt. Es passte wirklich gut bis etwas Mitte des Satzes, druckvolle Angaben, gute Pässe, variables Angriffsspiel mit vielen Problemen für die Bocholter Abwehr und dann: nichts mehr von alle dem.

Der nächste Durchgang begann wie die beiden zuvor. Duisburg führte, Bocholt blieb aber dieses Mal immer mit ein bis zwei Punkten Abstand dran. Vielleicht war es der immer knappe Spielstand, der dazu führte, dass die Gäste nun die Konzentration erstmals hoch hielten. Die Abwehr blieb beweglich, gute Blockaktionen unterstützen die Punkteausbeute aus Angabewinnern und Angriff. Je länger der Satz dauerte, desto besser wurden die blau-roten und so war der 25:19 Satzgewinn ein erster Lichtblick an diesem Tag.

Und es blieb zunächst hell für die SG-ler, enges Spiel zwar im vierten Satz, aber wieder mit dauerhafter Führung, teils sogar mit 5 Punkten. Bei 20:17 erste Hoffnung auf einen Entscheidungssatz, aber leider kippt jetzt das Spielniveau auf der einen Netzseite wieder unerklärlich in die falsche Richtung. Leichte Fehler, deutlich schlechter Pässe, wenig Druck im Angriff, es passt nicht mehr viel. Trotzdem gab es bei 24:23 sogar einen Satzball, den Bocholt krachend abwehrte. Das war offensichtlich Auftrieb auf der einen und Genickbruch auf der anderen Seite, zwei Angaben und einige kuriose Aktionen, in dem die Duisburger mehrfach hätten punkten können später war der Satz (24:26) und damit das Spiel verloren.

Trotzdem waren sich Spieler und Trainer am Ende einig, das war schon deutlich besser als die beiden desaströsen Niederlagen zuvor. Die Stimmung stimmte, zu allen Phasen des Spiels feuerten sich die gerade auf dem Feld aktiven und die Bank gegenseitig an. Endlich wurde wieder guter Volleyball gespielt und gelebt, es fehlt halt „nur“ die Konstanz. Und auch wenn die nächsten Aufgaben gegen Kevelaer und Verberg eher schwieriger werden, das Team ist zuversichtlich, sich weiter steigern zu können und den Abstand zum Relegationsplatz zu halten.

Die Landesligatruppe verpasste es abermals, sich selbst zu belohnen. Die SG begann in allen Mannschaftsteilen sehr stark und konnte souverän den ersten Satz mit 25:20 gewinnen. Sichtlich verunsichert kam Osterfeld im zweiten Satz zurück, aber durch zu viele leichte Eigenfehler, vor allem in der Angabe, konnte Duisburg dies nicht nutzen und verlor mit 20:25.
Im dritten Abschnitt spielten die blau-roten dann wieder eine klare Linie und gewannen diesen deutlich mit 25:18. Ein Sieg schien jetzt nahe zu sein. Allerdings schlichen sich dann wieder zu viele Fehler ein und Osterfeld gelangte zunehmend zu ihrem sicheren Spiel, Satzausgleich mit 19:25.
Über diesen Satzverlust kamen die SG leider nicht mehr zum guten Spielaufbau von Satz eins und drei und verloren den Tiebreak klar 7:15. In den wiederum vorhandenen starken Spielphasen verpasste die SG es abermals, sich für gute Leistung zu belohnen und nahm nur einen mageren Punkt mit.